Adern
Es gibt wesentlich weniger Wasseradern, als Rutengeher solche finden. Die Vorstellung der Radiästheten von einer natürlichen Wasserführung im Untergrund bindet sich an die Vorstellung, dass das Wasser aderförmig fliesst wie das Blut in unseren Adern¹. Eine genau begrenzte Führung für die Flüssigkeit ist Voraussetzung.
In der Geologie gilt das auch für Bodenschätze wie Erze. Diese Vorkommnisse werden als Gänge bezeichnet.
Ader in einer Verwerfung
Unter Verwerfung verstehen wir die Verschiebung von unterschiedlichen Gesteinsschichten untereinander. Die daraus resultierende Kantenbildung gibt dem Wasser eine Fliessrichtung.

Zeichnung: Ewald Kalteiß
Ader in einem Höhlengang
Besonders im Bereich der Klüfte (In Karstgebieten wie dem Juragebirge sehr häufig) entstanden durch Auswaschungen lange Höhlen, in denen das Wasser fliesst. Also eine Kombination von Hohlraum und Wasser.

Fliessmenge ab.
Zeichnung: Ewald Kalteiß
Ader in einem Gesteinsriss
In Gesteinsschichten, welche durch mechanische Belastungen, möglicherweise durch Erdbeben, auseinandergebrochen sind und Risse erhalten haben, kann sich Wasser sammeln und abfliessen. Sofern die gesamte Schicht ein Gefälle aufweist.
Kann das Wasser nicht austreten, steht es unter steigendem Druck. Wird es angebohrt, so kann es das Bohrgestänge herauspressen. Ohne künstliche Anbohrung ist das Entstehen einer artesischen Quelle (Spring) möglich.
Ader in einer Gesteinsrinne
Wenn sich auf der Oberfläche von Gesteinsschichten Rinnen gebildet haben, entstanden durch Schleifungen aus der Gletscherbewegung, werden diese mehr oder weniger über kurze Strecken zur Führungsrinne für das Wasser.
Meist besteht die darüberliegende Schicht aus Sand und/oder Kies. Übersteigt der Wasserpegel die Höhe der Rinne, so breitet sich das Wasser wie bei einer Kieswasserader breitflächig aus.

Zeichnung: Ewald Kalteiß
Kieswasser
Kieswasser werden als Grundwasserleiter (Aquifer) bestehend aus Sand und/oder Kies gefunden. Das sind im Allgemeinen breitflächige Bereiche, welche nicht den Charakter einer Ader besitzen. Auch konnte bei Untersuchungen nachgewiesen werden, dass die Breite und Intensität stark von der Fliessmenge abhängig ist und der Verlauf sich immer wieder ändert. Besonders bei der Errichtung von Brunnen mit Pumpen (Gemeindebrunnen) wird Wasser abgezogen und es können andere Brunnen (privat) trockenfallen, wenn die Gemeinde oder Nachbarn mehr Wasser entnehmen oder der Grundwasserspiegel fällt. Letzteres gilt nicht nur für Kies/Sand, sondern auch allgemein für Grundwasserführungen.

Bei hohem Grundwasserstand haben beide Brunnen Wasser.

Sinkt der Grundwasserstand, gibt es nur Wasser beim Brunnen rechts.
Grundwasserschicht
Wenn bei zwei Brunnen auf der gleichen Wasserschicht der Wasserspiegel sinkt, hat nur noch der tieferliegendere Brunnen Wasser.
Der alte Ziehbrunnen
Mit dem Ziehbrunnen kann aus maximal 7 m Wasser hochgepumpt werden. An vielen Standorten muss nach einer bestimmten Menge entnommenen Wassers eine Pause eingelegt werden, damit Wasser nachlaufen kann.
Bevor der Brunnen geschlagen wird, kontrolliert der Rutengeher, ob ausreichend Wasser zur Verfügung steht.


Zeichnungen: Ewald Kalteiß
Das Grundwasser wird verschmutzt durch Überdüngung, Medikamente, antibiotika-resistente Keime, Hormone, PFAS, Nanopartikel und bei unsachgemässer Technik des Brunnenbohrens, wobei obere Grundwasserleiter mit ihrer Verschmutzung die tiefer gelegenen Grundwasserspeicher beeinträchtigen (hydrologischer Kurzschluss).

Zeichnung: Ewald Kalteiß
Hohlraum
Hohlräume können durch geologische Verschiebungen entstehen. Schichten werden übereinander geschoben und decken darunterliegende Hohlräume ab, in denen sich Sickerwasser speichern kann. In Eiszeiten blieben grosse Massen Eis in Kuhlen liegen und wurden später überdeckt. In Jahrtausenden schmolz das Eis. Heute werden diese Lagerstätten angebohrt und das Wasser als Eiszeitwasser mit einem Alter von Zwölf- bis Vierzehntausend Jahren verkauft. Es ist im Allgemeinen frei von Schadstoffen, die wir heutzutage produzieren.

Zeichnung: Ewald Kalteiß
Speichergestein
Chatt-Sandstein, körnig und dichter als ein Würfelzucker, speichert in seinen Poren und Hohlräumen das Wasser. In Bad Endorf findet sich in 2 km und 4,8 km Tiefe solches Gestein. Durch den enormen Druck der darüberliegenden Schichten erhitzt sich das Wasser auf 80–110 Cº und ergibt Thermalwasser.
Wirkung der Wasseradern auf Natur und Mensch
Die Wirkung der Wasseradern sollte im Zusammenhang mit der Bodenbeschaffenheit gesehen werden. Es ist ein Unterschied, ob das Wasser mit Kalkstein oder mit Basalt in Verbindung kommt. Es bilden sich unterschiedliche Stoffe, welche als Mineralien im Wasser auftauchen. Auch Kohlendioxid führt durch Kohlensäurebildung zu Besonderheiten in der mineralischen Zusammensetzung. Wasser im Untergrund reduziert die radioaktive Strahlung, welche aus dem Erdinneren kommt. Möglicherweise benötigen wir eine bestimmte Grundenergie, welche durch starke Wasserschichten so abgeschwächt wird, dass es einen Energiemangel geben kann. Georges Lakhovsky (1870–1942) berichtete, dass in Siedlungsgebieten über moorigem, eben feuchtem Untergrund, die Menschen ein Defizit an Lebensenergie hätten², was die Abwehrkräfte schwächen könne. Lakhovsky hat auch angegeben, dass sandige und kieshaltige Böden den Geist anregen. Die Leitfähigkeit und der Feuchtigkeitsgrad vom Untergrund spielen für die Lebensqualität eine Rolle.
Hoher Wassergehalt dämpft also die Radioaktivität. Da wir alle Individuen sind, haben wir nicht notwendigerweise dieselben Resonanzen! Manche werden zu besonderen geistigen Hochleistungen angeregt, wenn der Geigerzähler schneller tickt. Hinweise auf hohen Mineralgehalt im Untergrund zeigt an der Erdoberfläche beim Menschen Reaktionen. Stark anregende Wässer können beispielsweise Unruhe und schlechten Schlaf verursachen, besonders bei hohem Magnesiumanteil.
Szintillationszähler
Messtechnisch erfolgt die Erfassung der Radioaktivität durch einen Geigerzähler oder Szintillationszähler³. In der Erdkruste befinden sich zum einen mehrere natürliche radioaktive Elemente (Thorium, Uran, Kalium). Zum anderen werden andere Elemente in der Erdkruste durch Neutronenstrahlung aktiviert, beziehungsweise wird Gammastrahlung durch Streuprozesse frei. Im Erdinneren entstehen Neutronen durch Kernprozesse sowie durch die kosmische Strahlung.
Strahlungsdetektoren werden in der Geophysik hauptsächlich auf den Gebieten der Radiometrie⁴, im Rahmen von Bohrlochmessungen und in der Aeroradiometrie⁵ eingesetzt.
Bemerkungen
1 Ewald Kalteiß Donnerwetter – Wasser, ISBN 978-3-939153-05-4
2 Georges Lakhovsky Das Geheimnis des Lebens Beck´sche, München 1931
3 Szintillationszähler siehe Bericht Jahreskongress ÖVRG 2025 am Pyhrn Innere wie äussere Haltung
4 Erkundung der Radioaktivität des Untergrundes auf der Erdoberfläche
5 Messungen der Radioaktivität aus der Luft
Praxis-Tipp von Ewald Kalteiß
Fliessendes Wasser bringt nicht automatisch negative Beeinflussung. In Abhängigkeit der Fliessgeschwindigkeit, die nicht linear die Intensität steigern muss und dem Prozentanteil von rechtsdrehender Energie, wirken Wasseradern individuell auf Mensch, Tier und Pflanze aufbauend wie auch abbauend. Wir sind so interschiedlich wie die Wirkungen. Wir kennen das aus der Homöopathie: Individuell abgestimmt, kann ein Mittel bei unterschiedlichen Personen ganz andere Ergebnisse bringen.
Abgesehen davon, ist die Intensität auch abhängig vom Abstand zur Wasserführung. Abstand hilft immer: Eine Grundsatzregel, die auch beim Elektrosmog Anwendung findet.
Autor
Ewald Kalteiß
D-83209 Prien am Chiemsee
kalteiss@t-online.de
kalteiss.de
Arbeitet seit 1989 als Log. Per. Messtechniker. Log. Per. steht für Logarithmisch Periodisch und bezeichnet u.a. breitbandige Antennen.
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