Feldwende

Werner J. Neuner, Feldwende

Buchvorstellung

Dieser Roman von Werner J. Neuner erzählt von Heilungsimpulsen aus kosmischer Quelle, wie sich aus einem Kriegsfeld ein neues Friedens- feld entwickeln und eine globale Feldwende stattfinden kann. Eine wunderbare Anregung zu befreiterem Denken und die multidimen- sionale Vorstellungskraft begünstigend.

Hier einige Zitate:

Die Luft war dünn an jenem Morgen, durchdrungen von Vorfreude und durchwoben von einer harmonischen Stille. Es war die Ruhe der Erwartung. Das Plateau pulsierte schwach unter den Füssen, als Alea erschien. Ihr Gang glich einem würdevollen Gleiten. Aleas Lichtkörper, halb gewoben aus vergangenen Stimmen und halb getragen von ihrer eigenen Schwingung, erklang in einer aussergewöhnlich feinen Frequenz. Selbst die Archivsängerinnen, jene Hüterinnen der kollektiven Erinnerung, die sonst nur auf tiefste Resonanzen reagieren, drehten sich aufmerksam zu ihr um. Ihre äusseren Lichtformen flackerten für einen Moment, als ob Aleas Frequenz sie aus ihrem meditativen Gleichklang gerufen hätte. 

In den Lichtkörpern der Archivsängerinnen war ein Moment lang ein leicht irritiertes Erstaunen zu erkennen. Was konnte solch ein ungewöhnliches Vibrieren freisetzen? Doch die Sängerinnen beruhigten sich bald wieder, denn kurz vor der Dreifachkonvergenz konnten viele ungewöhnliche Dinge geschehen. …

Alea war in dieser Zeit zu einer aussergewöhnlichen Erinnerungsbrücke geworden. Sie konnte seitdem die Vergangenheiten sichtbar machen, in besonderer Weise mit einer vielschichtigen Lebendigkeit. Ihre ehrliche Wahrhaftigkeit hatte sie zu dieser Erinnerungsbücke gemacht. Sie verzichtete stets auf jede scheinbare oder vorgespielte Perfektion. Dadurch war sie selbst vollständig geworden. Und wer es zuliess, mit Alea über diese Erinnerungsbrücke zu gehen, konnte ebenfalls vollständig werden. 

Eine weitere Erinnerung durchwanderte Aleas Sinne. Da erschien vor ihrem inneren Auge der Raum des Rats, der keine architektonische Struktur im herkömmlichen Sinn war. Er war ein Resonanzfeld, bestehend aus acht Schichten. Diese Schichten manifestierten sich nur dann, wenn derjenige, der eintrat, bereit war, sich vollständig erinnern zu lassen. Auch an das, was einst verdrängt wurde. …

Dann erhob sich ein Muster: die Dreifache Resonanzlinie. Dies war eine erweiterte Form der Zustimmung, nämlich die Erlaubnis zur Weiterentwicklung der inneren Struktur des Gedächtniskerns. Ein seltener Status, der nur einmal in den letzten 300 Jahreszyklen vergeben worden war. …

Ein Ton, tief und ungestüm vibrierte aus dem Bild und traf Alea direkt in der mittleren Lichtkammer ihres Selbst: «Du bist nicht unsere Vergangenheit. Du bist unser Fenster.» 

Es war schon wieder diese innere Vibration, diese Vorahnung, dieses Gefühl, dass sich alles bald ändern würde. … 

Alea erkannte, dass eine neue, tiefere Begegnung mit diesem Mann einen Heilimpuls auslösen konnte. Einen, der über die emotionale Sphäre hinausging. Ein Impuls, der das menschliche Kollektiv berühren, aufschliessen und eine neue Architektur der Empathie freilegen konnte. …

Und nun sah Alea, was das bedeutete. Die Begegnung mit diesem Menschen-Mann war eine Brücke. Ein kraftvoller Impuls, der Elarons nächste Evolution vorbereiten konnte, durch Resonanz. Durch ein berührendes Fragment menschlicher Nähe, das sich in galaktischer Tiefe verästelte. 

Sie wusste es nicht mit dem Verstand. Aber ihr Körper, ihre Frequenz, ihre Erinnerung an den Ursprung – sie sagten es ihr. …

Sie erinnerte sich. An Zustände. An das Gefühl, dass jedes Wesen eingebettet ist in ein Netz aus Sinn und Sanftheit. Dass jede Berührung, jeder Blick, jede Geste Teil einer grösseren Ordnung ist. Teil einer Matrix, die nicht repariert werden muss, weil sie nie zerbrochen war. Nur vergessen. …

Ein Seelenfunken im Feld der Möglichkeiten. …

Ich weiss nur: Ich bin nicht allein. Die Lieder der Heilen Matrix leben in mir. Und die Welt beginnt, sich daran zu erinnern. …

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Werner J. Neuner

Feldwende
Roman

178 Seiten,
Softcover
ISBN 978-3-904005-29-6 Werner Neuner Verlag
2025

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