Serie: Wie arbeitet Rosa Schwarzl?

Rosa Schwarzl im Schlosspark von Sierndorf mit einer kürzlich gefallenen, sehr alten Eiche: «An dem Ort haben wir geomantisch gearbeitet.» Foto: Nikodemus Colloredo-Mannsfeld

Rosa Schwarzl: Ich bin auf einem kleinen Bauernhof in der Steiermark aufgewachsen. Mein Vater war Wassersucher. Ich bin zeitig weggegangen und habe mit meinem Exmann und seiner Firma im Baugewerbe ein bewegtes Leben gehabt. Das hilft mir in meiner Mutungsarbeit, weil ich mich mit Bau- und Elektrobiologie auskenne und gute Inputs geben kann. 

Ich bin als Erstgeborene unter lauter Buben aufgewachsen. Das war eine harte Schule, aber im Nachhinein betrachtet gibt es wenig, was mir Kopfweh macht. Ich habe gelernt, mich gut durchzusetzen.

Alles Neue versuche ich hereinzulassen, mir alles anzuschauen. Es gibt wenige No-Gos, ausser es ruft einer zum Dschihad auf oder möchte Schaden zufügen. Alle Arbeitsweisen sind für mich ein Erweiterungsprinzip. 

Ich bin der Meinung, alles, was ich nicht kann, kann ich lernen und ich probiere prinzipiell alles aus. Es geht vieles sehr gut und ich finde rasch ein Umfeld, welches das goutiert und wo sich viele Helferleins einstellen, für die ich mich immer bedanke. Das ist ganz grossartig. Ich habe mittlerweile ein absolut positives Umfeld. Für Negatives habe ich keine Resonanz, also will es nicht da sein. 

Rosa Schwarzl am Weg zum Brunnenheiligtum Su Tempiesu auf Sardinien bei der Untersuchung eines Nuraghe-Nachbaus: Bovis, Intensität, Einstrahlpunkte, Energiepotential und anderes muten.
Foto: Barbara Pippich

Geomantin

Bei einem gemeinsamen Ausflug bekam ich eine Rute in die Hand. Ab dort war ich in diesem Verband, den ich mittlerweile seit 15 Jahren leite. Ich war angekommen in der Welt, die meine Sprache spricht und deren Sprache ich spreche. In einer kuriosen Welt unter lauter Verrückten: Sie sind so verrückt wie ich, jeder auf seine Art und Weise. Das hat es sehr leicht gemacht, mein Leben zu leben, weil es ein System der Resonanz ist. Ich lebe für mein Empfinden ein sehr privilegiertes Leben und mache das, was für mich und offensichtlich für viele andere auch passt. 

Ich arbeite grundsätzlich ohne Rute und Pendel, weil ich das immer schon gemacht habe. Als Jugendliche bin ich daraufgekommen, dass sich etwas bewegt, wenn ich es bewege. Das war für mich während dieser Zeit schrecklich, weil niemand so war wie ich. 

In der radiästhetischen Arbeit mache ich sehr viele Mutungen: Haus- und Wohnungsuntersuchungen. Bei persönlichen Beratungen werden die Leute bis zur Lösung des Problems begleitet. Das tue ich und das ist meistens eine zeitintensive Sache. Bloss hinzugehen, die Wasserader unterm Bett zu finden und wieder nach Hause zu gehen: Dieses Spiel geht bei mir gar nicht. Es werden alle Resonanzen angeschaut und diese werden bis zur Lösung begleitet. 

Bei allen geomantischen Arbeiten gibt es bei mir keine feldverändernden Massnahmen im Sinne einer Beeinflussung oder etwas liegenzulassen. Ich bin der Meinung, wenn man geomantisch arbeitet, kann man das an einem Ort in Abstimmung mit dem Geist des Ortes durchaus machen, aber es soll nicht zu einer energetischen Verschmutzung führen, denn es steht mir nicht zu, etwas zu verändern in einem Raum, der mir in diesem Leben nicht geborgt worden ist. Ich glaube, jeder sollte seine Energie bei sich behalten. 

Wenn man in fremden Räumen arbeiten darf, finde ich das ganz grossartig, aber wenn ich weggehe, sollte ich mich vor Ort bedanken und auch nichts liegenlassen. Weil wenn das viele tun, kommen wir da hin und erhalten verschiedene Energien, nur nicht die vom Ort. 

Geistheilerin

Ich stamme von einer Geistheilerschiene ab. In meinem Umfeld wurde das Wesentliche nicht besprochen, man war mit vielen Dingen alleingelassen. Ich habe erst spät kapiert, dass das nicht alle können und tun. Diese Erkenntnis hat mein Leben insofern geprägt, dass ich mich zeitig darauf eingelassen habe und seither das, was für mich passt, annehme. Auch wenn ich das nicht immer ganz durchziehen konnte. Für mich sind meine Eingebungen authentisch und ich traue mich das so zu leben, ohne rückzufragen. 

Die Geistheilung ist etwas, das sich aufdrängte und es führte kein Weg vorbei. So ist es auch nach Aufforderung. Es ist eine Arbeit, mit der man den Heiler in anderen Personen, in einer Landschaft in Zusammenarbeit mit den Gegebenheiten und dem Geist des Ortes aktivieren kann. Meistens ist man nicht der, der tut, sondern man fungiert als Kanal und dann kommt diese sich bewegende Energie in dem anderen an! Als Person ist man da nicht wichtig. Vielleicht hat man das Talent, den richtigen Kanal einzustellen, damit die passende Energie durchfliessen kann und bei dem, der es braucht, ankommt. Je älter ich werde, umso mehr vertrete ich dieses Prinzip. Das ist kein Hokuspokus und nicht irgendwie spooky, sondern es ist einfach das Leiten von Energien und das Als-Kanal-zur-Verfügung-Stehen. Es ist nichts Besonderes und bloss die Rückkehr zur Kommunikation mit der Schöpfung, aus der ich und alles andere stammen. 

Ich bin der Meinung, je mehr man sich einbringt, umso mehr macht die Dosis das Gift. Das heisst, es laufen lassen – wenn es nicht mehr läuft, ist die Arbeit getan. Um etwas anzufangen, brauche ich eine Bitte und um etwas sein oder für den Moment stehen zu lassen und eine Bedankung. 

Es braucht energetischen Ausgleich für den Geist des Ortes und für alles andere. Ich reise immer mit verschiedenen Dingen, die ich gerne irgendwo lasse, wo etwas gewünscht wird. Ich bringe auch extra irgendetwas irgendwohin. Für mich braucht alles einen Ausgleich. Es geht nicht um einen materiellen Wert, sondern um Anerkennung, um das Gesehenwerden und um Demut, in einem System wirken zu dürfen. Energieausgleich weniger von Geld, als von Aufmerksamkeit und liebevollen Gesten. 

«Das oberste Prinzip in meinem Sein ist die Selbstermächtigung für alle.»

Rosa Schwarzl

Seminarleiterin

Bei der Arbeit ist es für mich wichtig, in die Praxis zu gehen und diese zu vermitteln. Das ermächtigt die Menschen, aus dem Lernen heraus, gleich was umzusetzen. Ich muss alles Gehörte sofort ausprobieren und dann kann ich darüber berichten, was es bei mir tut und unterrichte das dann weiter. Das hat grossen Zulauf. Das oberste Prinzip in meinem Sein ist die Selbstermächtigung für alle: überall alles zu können, soweit es im Raum und zum Wohle aller möglich ist.

Ein grosser Teil in meinem Leben ist die Weitergabe der Dinge, die ich tue. Ich mache vielerlei Seminare zu verschiedensten Themen. Alle sind sehr praxisorientiert und ich unterrichte nur das, was ich mache. Angelesene Dinge sind für mich unwichtig und angelernte Dinge weniger wichtig, als Dinge, die aus mir herauskommen. 

Ich schreibe meine Skripts selber. Wenn es kein Skript gibt, unterrichte ich es nur, wenn die Leute es wollen. 

Deshalb mag ich keine Verweise, weil ich mich schwertue, mein System zu erklären. Deshalb halte ich selten Vorträge und viel lieber Seminare. Bei Vorträgen besteht ein grosser Interpretationsspielraum und ich lebe ungern mit Interpretationsspielräumen. Ich bin gerne zusammen mit einem Gegenüber, mit dem ich bis zum Punkt arbeite, an dem meine Arbeit gut verstanden, angenommen oder nicht angenommen wird. 

Um in etwas hineinzukommen, brauche ich keine Meditation. Ich kann innerhalb von Sekunden umschalten. Seit 60 Jahren übe ich das. Ich kann Klick machen und bin in diesem gemeinsamen verbindenden Wissen und lebe das. Alles, was ich nicht selbst lebe, unterrichte ich nicht. Auch nicht was in den Büchern steht. 

Rosa Schwarzl mit Seminargruppe bei der Wehrkirche St. Michael in der Wachau: «Ich unterrichte nur das, was ich mache.»
Foto: Andreas Lorenz

Das Eine sind Erfolge, das andere sind Aufgaben 

Ich arbeite sehr gerne schamanisch. Auch mit Ahnenaufstellungen: Für mich die Verbindung zu allen Wesen dieser Schöpfung und es gibt das Böse in der Schöpfung nicht, denn das Eine sind Erfolge und das andere sind Aufgaben. Ich bemühe mich, ohne Wertung auszukommen, was nicht immer einfach ist. Wir leben in einer Welt mit dieser Polarität und das ist grundsätzlich etwas Gutes, weil wir sonst das andere vielleicht nicht erkennen würden. 

«Mir ist das gesagte Wort nicht so wichtig, wie die Resonanz, die auf der Herzebene rüberkommt.»

Rosa Schwarzl

Österreichischer Verband für Radiästhesie & Geobiologie ÖVRG

Ich lebe innerhalb der morphogenetischen Wissensfeldern und brauche diese dauerhafte Anbindung. Mir ist das gesagte Wort nicht so wichtig, wie die Resonanz, die auf der Herzebene rüberkommt. Mein Leben ist das radiästhetische, geomantische, heilerische, mentale Arbeiten und ich lebe das tagtäglich, sonst kann ich das nicht. Es ist ein Lebensprinzip, zufällig interessiert das jemanden und zufällig kann damit ein Verband geleitet werden. Ich darf mit dem ÖVRG seit 2010 mein Leben umsetzen. Ich finde es ganz gigantisch, dass viele Geister das unterstützen und im Prinzip alles gelingt und ich für alle Ideen sofort Helferleins finde, mit denen sich das umsetzen lässt. 

Die Vernetzung über die Landesgrenzen hinweg ist mir ganz wichtig. Ich liebe es, mit vielen Menschen gemeinsam zu sein, es können nicht genug sein. Jeder ist eingeladen, was einzubringen. Ich arbeite in einem wunderbaren Team von Freiwilligen. Es läuft im Moment unglaublich gut. Ich glaube aus dem heraus, dass wir in einem lebendigen, tragenden Feld vernetzt sind und alle in dieselbe Richtung wollen. Jeder auf seine Art und jeder ganz anders. 

Mir ist es wichtig, dass die Botschaft beim Gegenüber ankommt. Wir haben soeben eine Veranstaltung abgehalten. 40 Leute waren hellauf begeistert und alle waren verschiedener Meinung, kommen von anderen Richtungen, arbeiten in anderen Themen. Wir treffen uns und es entstehen beglückende Situationen, aus denen heraus sich das nächste gemeinsame Tun ergibt. Das freut mich so sehr, weil man es als kleine Gruppe schafft, eine Anlaufstelle zu sein, wo man immer kommen und gehen darf, wo man etwas einbringt und was mitnimmt. Alle wissen das. Es ist eine interaktive Geschichte, die im Hintergrund von mir zum Wohle aller moderiert wird. Ich weiss nicht, ob das überhaupt möglich ist, aber es schaut oft so aus. 

Man darf vieles erkennen und nachjustieren. Es ist oft nur eine Kleinigkeit notwendig, die das Leben anderer und das Verständnis für unsere wertvolle Arbeit, die wir machen, erleichtert, mit den Talenten, die wir mitbringen und dem Umfeld, in dem wir leben. Ich bin für dieses Umfeld sehr dankbar und ihr seid ein Teil davon. Für mich ist das lebensnotwendig.
Ich bin sehr dankbar, dass ich in dieser Redaktion sein darf. Ihr bereichert mich derart in meiner alltäglichen Arbeit, dass ich damit gar nicht aufhören kann. Man denkt, irgendwann zurückzuschrauben und leiserzutreten. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht, weil man es anstrebt, sondern weil es sich so ergibt. 

Nur im gemeinsamen Tun kommt man weiter und zwar umso mehr gute Geister in menschlicher und anderer Form daran beteiligt sind. Das geht dann auch nach aussen in die Gesellschaft. 

Praxis-Tipp von Rosa Schwarzl

Nur arbeiten, wenn ich auf folgende Fragen ein Ja bekomme: «Kann ich? Darf ich? Soll ich?»

Als Abschluss jeder Tätigkeit, ob grob- oder feinstofflich, Folgendes mitgeben: Den Wunsch aussprechen, dass es für alle, grob- und feinstofflich, passend gemacht werden soll – es soll im Sinne der allumfassenden Liebe sein!

Sich bedanken.

Rosa Schwarzl
A-2112 Würnitz
rosa.schwarzl@outlook.com
radiaesthesieverband.at
Geomantin

Weiter geht es mit der Serie in der nächsten Ausgabe.

Aufruf an die Leserschaft

Wer möchte seine Haltung, Technik & Methode mit uns teilen und die Gemeinschaft damit bereichern? Bitte mit der Redaktion Kontakt aufnehmen.

Kommentare

    Sie müssen angemeldet sein um einen Kommentar zu schreiben.

    Anmelden