Verwerfung – Verworfenheit
Ulrich Gläser: Bei Lüdelings und Eike Hensch habe ich gelernt, dass eine Verwerfung eine Besonderheit gegenüber allen anderen Phänomenen hat: Sie ist eine Multiwellenzone. Sie hat nicht vier oder fünf Wellenlängen wie Wasser, sondern beinhaltet praktisch alle Wellenlängen und kann dadurch mit jedem inneren Organ in Resonanz treten. Wenn man es mit Licht vergleicht, ist es so, dass manche Phänomene ein oder zwei Farben aussenden und eine Verwerfung annähernd weisses Licht.
Alles was von unten, aus dem Erdinneren kommt, hat beidseitig der Linie eine Schrägstrahlung. Die Verwerfung hat das nur auf der einen Seite. Das ist ein Indikator, mit dem man eine wasserführende Verwerfung von einer Wasserader unterscheiden kann.
Rosa Schwarzl: Für mich sind Verwerfungen eines jener geologischen Phänomene, die am meisten Auswirkungen auf biologische Systeme haben, abhängig von der Aufenthaltsdauer. Ich vermute, dass es um die Ränder einer Verwerfung geht, die nie gerade, sondern immer ausgefranst sind und an den Rändern starke Auswirkungen auf unseren Körper haben, wenn wir uns länger darauf aufhalten wie zum Beispiel am Schlafplatz.
Wenn eine Verwerfung im Untergrund nicht gerade nach oben, sondern seitlich geneigt verläuft, ist sie schwerer zu finden. Sie wird von vielen nicht gefunden, weil die darüberstehende Wand, wie bei einer Wasserader, nicht zu finden ist. Im Untergrund schräg verlaufende Verwerfungen zeigen sich in einem entsprechenden Winkel an der Oberfläche. Die Verwerfung wird leicht übersehen und Auswirkungen können schwere Erkrankungen sein, vor allem bei wasserführenden Verwerfungen.
Bei Wasser und Verwerfung treffen zwei Phänomene aufeinander. Es hängt von der Durchflussgeschwindigkeit und der Wassermenge ab, wie es sich auswirkt. Da glaube ich, müssen wir im Unterricht ein bisschen nachjustieren und den Fokus auf mögliche schwere Auswirkungen richten. Die Verwerfung wird zu wenig beachtet, zu wenig exakt unterrichtet und die Vielfältigkeit der möglichen Auswirkungen zu wenig besprochen.
Werner Bornholdt: Was meinst du mit ausgefransten Rändern?
Rosa Schwarzl: Eine Verwerfung ist ein Geländebruch. Es gibt kaum glatte Verwerfungen. Ich gehe mit meinen Leuten gerne in Steinbrüche. Da können sie sich die Verwerfung an den Wänden anschauen und bekommen das Gefühl für eine Verwerfung und wie der Untergrund aussehen kann, denn der ist leider nie glatt. Wenn ich davon ausgehe, dass Gittersysteme wie Curry, Hartmann, Benker und die restlichen 34 Gittersysteme als relativ gerade Linien verlaufen, ist eine Verwerfung gefranst und genauso kommt sie oben an und so sehen die Auswirkungen im Körper aus. Wenn Menschen an Hauterkrankungen leiden, ist das oft dort, wo man eine Verwerfung muten kann.
Stefan von Arb: Die Verwerfung macht bei vielen Menschen etwas Trennendes und hat oft mit Streit zu tun. Wir unterscheiden klassische Verwerfungen von nassen oder feuchten Verwerfungen. Wenn das schräg ist und das Wasser ansteigt, ist klar, dass das Wasserphänomen sich verschiebt. Das ist oft ein Indiz dafür, dass Wasser kombiniert mit einer Verwerfung auftritt.
Unbedingt ausweichen
Rosa Schwarzl: Wenn die Verwerfung horizontal oder nicht ganz horizontal ist, kommt sie weiter vorne irgendwo an die Oberfläche. Steinbrüche veranschaulichen dieses Phänomen. Man kann da unten schauen und muss nicht interpretieren. Die Verwerfung kann an der Oberfläche des Steinbruches gemutet werden. Eine liegende Verwerfung durchziehen oft Risse. So wie es im Lehrbuch steht, findet man das Phänomen Verwerfung selten vor.
Wenn irgendwie möglich, sollte man einer Verwerfungszone unbedingt ausweichen. Bei einer Untersuchung vor einem Grundstückskauf rate ich bei grossen Verwerfungen, das Grundstück eher nicht zu kaufen oder den geplanten Standort des Hauses aus der Verwerfung zu verschieben. Man bekommt die Auswirkungen ganz schlecht in den Griff. Kürzlich bei einer Bauplatzuntersuchung ganz oben am Berg, musste der Standort des Hauses der Verwerfung angepasst werden. Verwerfungen sind beachtenswerte Phänomene. Wenn man darauf wohnt, ist es in ihrer Gefährlichkeit mit alten Ritualplätzen vergleichbar.
Stefan von Arb: Ich spreche lieber von Wirkung als von Gefährlichkeit.
Rosa Schwarzl: Wirkung ist zu wenig. Das nimmt der Einzelne zu wenig ernst. Das sehe ich in Beratungen. Wenn man dem Klienten sagt, das hat eine Wirkung und er sowieso nicht begeistert ist, dass er jetzt umräumen muss, weil eines seiner Kinder krank ist, wird zuwenig umgesetzt, um einen halbwegs gesunden Schlafplatz zu schaffen. Ich glaube, es braucht mehr als das Wort Wirkung: Nämlich klar und deutlich unsere Erfahrungen kundzutun, auch wenn es nicht immer angenehm ist.
RR: Können wir einer Verwerfung in Wohnräumen, bei Schlaf- und Arbeitsplätzen in irgendeiner Art begegnen?
Ulrich Gläser: Ausweichen.
Rosa Schwarzl: Ausweichen. Mir fällt sonst nichts ein. Eine zwei Meter breite Verwerfung ist für mich eine grosse Verwerfung. Besser ist es, ganz drinnen zu sein, als die Ränder mitten durch das Bett zu haben. Ich beobachte in meinen Untersuchungen, dass die Ränder das Gefährliche sind. Das kam auch bei einer Messung mit dem Szintillationszähler heraus. Ich freue mich, wenn wir uns da austauschen können.
Ulrich Gläser: Ich bin beeindruckt durch ein Seminar zu Ecksteinsetzungen bei Lüdeling. Die Setzungen wirkten alle wunderschön. Dann zauberte Hartmut seinen frisch erfundenen Abschwächer aus der Hosentasche und zeigte uns, wie der Abschwächer dazu führt, dass man innerhalb eines entstörten Bereiches die Störzonen wieder findet. Wenn ich Rosi zuhöre, erinnere ich mich an diese Geschichte. Was macht die Ecksteinsetzung? Sie erzeugt ein homogenes Feld. Möglicherweise ist das, was als störungsfreie Mitte einer Verwerfungszone entsteht, ein homogenes Feld?
Rosa Schwarzl: Ich meine nicht, dass es dort ein homogenes Feld gibt, sondern es stört weniger. Zu den Ecksteinsetzungen: Ich war jetzt bei Lüdelings und habe mich ausführlich über diese Abschirmungsgeschichte unterhalten, weil er seine H3-Ausbildung nach Österreich verlegen möchte und ich sie übernehme. Mir war wichtig zu besprechen, wie er das mit den Abschirmungen sieht. Ich möchte unser Leitbild nicht ändern, bloss weil wir jetzt eine Ausbildung anbieten, die Abschirmungen bevorzugt. Dies ist erfreulicherweise nicht der Fall.
Ich kenne mittlerweile drei Fälle mit Ecksteinsetzungen. Zwei bei Menschen aus dem Verein. Die eine Frau ist das zweite Mal an Krebs erkrankt. Bei dieser Ecksteinsetzung gibt es einen Punkt, bei dem die Setzung eine vermehrte Energie im Bettbereich erzeugt, genau da wo sie Brustkrebs hatte. Ich sagte: «Von der Ecksteinsetzung kann dein Krebs nicht kommen, wenn du im Bett liegst ist der Punkt oberhalb des Schlüsselbeins.» Sie sagte: «Mein Krebs ist oberhalb des Schlüsselbeins.»
Bei Ecksteinsetzungen bemerke ich, dass das, was darunter ist, immer noch durchkommt. Du hast recht, obendrüber liegt wirklich ein relativ homogenes Feld. Aber das Darunter hat immer noch eine Auswirkung.
Ein Zweiter hat es auf seinem Grundstück angewendet. Dort ist die Energie viel schlechter geworden und beide sind krank. Es tut mir leid, diese Ecksteinsetzungen sind problematisch. Wenn Ecksteinsetzungen propagiert und unterrichtet werden, muss man sich noch überlegen, was man mit diesen Auswirkungen langfristig macht. Die wenigsten kontrollieren ihre feldverändernden Massnahmen dauerhaft. Das ist ein grosses unausgesprochenes Problem. Keiner will das hören.

Grafik: Ewald Kalteiß Grundlagen der Radiaesthesie
Ulrich Gläser: Als ich dieses homogene Feld kennenlernte, habe ich ein anderes Bild entwickelt. Wie funktioniert der Rutengeher? Seine Rute reagiert nur auf Energieschwellen. Stellt euch vor, er geht seitlich in eine Turnhalle rein. Obendrüber sind lauter Neonröhrenlinien. Stellt euch vor, man macht nur eine Linie an und schickt einen Rutengeher mit verbundenen Augen quer in diese Halle rein und er soll sagen, wo Licht ist. Er wird genau unter der einen Röhrenlinie einen Rutenausschlag bekommen. Wenn wir zwei Neonröhren anmachen und der Rutengänger quer zu den Lichtlinien läuft, bekommt er zwei Rutenausschläge. Wenn alle Neonröhrenlinien an sind, gibt es keinen Hell-Dunkel-Kontrast. Deshalb bekommt er keinen Rutenausschlag und kommt zu dem Ergebnis: «Es ist dunkel», obwohl die Halle taghell erleuchtet ist. Das ist mein Bild für ein homogenes Feld.
Werner Bornholdt: Ich sage Euch etwas zu meiner Notlage. Ich bin vor 41 Jahren in ein gebrauchtes Haus eingezogen. Ein Jahr danach hatte ich einen Rutengänger da, der eine Verbindung zu Hartmut hatte. Ich habe ihm vertraut. Dieser Rutengänger hat unter diesem Haus drei oder vier Verwerfungen gefunden, zwei davon wasserführend, jedoch nicht stark in der Intensität. Zusätzlich ungefähr acht Wasseradern. Ich habe das im Laufe der Zeit überprüft und auch gefunden. Jetzt war ich in einer Notlage, denn die Aussage dieses Rutengängers lautete: «Ihr müsst aus diesen Feldern raus.» Meine damalige, bereits verstorbene Frau Gudrun hat einen Bettplatz gefunden, wo nur über das Fussende eine mittelstarke Wasserader lief. Ansonsten gab es keine Möglichkeit. Ich hatte dauernd Kopfschmerzen. Nach drei Seminaren mit Lüdeling hatte ich keine ausreichenden Mittel, mir zu helfen. Ich sagte mir: «Gut, ich habe bei Lüdeling gelernt, pflanze einen Buchsbaum auf die Wasserader. Das mache ich nun für die Verwerfung auch.» Ich pflanzte Buchsbaum und gab Mistelzweige auf die Rissstelle der Verwerfung und bildete mir zwei, drei Jahre ein, dass das funktioniere. Es funktionierte nicht ausreichend. Dann habe ich Versuche mit Ecksteinen gemacht: Vier Ecksteine draussen vor dem Haus bei den Verwerfungen, auf eine Tischplatte gelegt und stellte fest, dass ich unterhalb dieser Ecksteine die Verwerfung finden konnte, darüber nicht mehr. Bei genauerer Betrachtung fand ich die Verwerfung auch darüber und habe festgestellt, dass es darauf ankommt, wie man die Ecksteine hinstellt.
Meine Hypothese: Es spielt eine Rolle, wie herum man die Ecksteine schneidet. Ich nehme einen Granitstein. Es muss ein Granit oder zumindest ein gewachsener Stein sein und stelle die Frage: «Welche Seite war in seiner Erdgeschichte oben?» Wenn ich den Stein von der Seite zuschneide, erhalte ich andere Ergebnisse als von oben. Damit habe ich in meiner Notlage experimentiert und festgestellt: Da tut sich was. Wenn ich in einem Ecksteinfeld, ohne zu wissen, ob es homogen ist oder nicht, ähnlich wie Uli das beschrieben hat, die Frage stelle: «Finde ich die Verwerfung noch?», heisst es: «Ja.» Ich stelle aber fest, dass diese Verwerfung fast keine Wirkung mehr auf mich hat. Aus dem Grunde habe ich mich mit dieser Lösung angefreundet und damit bisher überlebt. Ich weiss, dass das keine optimale, perfekte und vollständige Lösung ist, aber sie ist besser als gar nichts. Seitdem ich diese Ecksteine ums Haus habe, ist mein Wohlbefinden deutlich besser. Ich kann ohne Schwierigkeiten schlafen. Danach haben die Kopfschmerzen aufgehört und meine damalige Frau konnte deutlich besser schlafen.
Wegen den vielen Wasseradern habe ich mit Buchsbäumen experimentiert und das funktioniert. Aber die Verwerfungen habe ich nur so weit weggekriegt, dass ich sagen kann, ich fühle mich mit dieser Situation deutlich besser als vorher und kann damit leben. Das ist ein Kompromiss, den ich für mich verwende und in einigen Fällen auch anderswo verwendet habe. Bitte eure Meinungen dazu.

Man findet Verwerfungen mit jeder Grifflänge. Die drei angegebenen sind die, die in den anderen geologischen Phänomenen nicht vorkommen, daher besonders charakteristisch sind und die, die als besonders toxisch gelten. Es sind die Wichtigsten: 4,35, 8,65, 12,95.
Skizze: Eike Hensch Geomantisch Planen, Bauen und Wohnen, Band 1, BoD.
Rosa Schwarzl: Ich glaube nicht an fünf oder sechs Wasseradern in einem Haus. Vielleicht ist es auch Schichtwasser. Das hat mit Reflexionen, Ankündigungszonen und Sonstigem zu tun. Feldverändernde Massnahmen mit Steinen in Wohngebäuden von Radiästheten halte ich für vertretbar, denn sie können laufend kontrollieren.
Im eigenen Haus schaut und justiert man nach Bedarf nach. Nicht nur die Steine, sondern auch beim anderen Inventar. Man kontrolliert seine Energiesituation laufend, wenn man gesund wohnen möchte. Ich halte es für gefährlich, wenn es keine Radiästheten sind und die Menschen sich um ihre energetischen Verursacher und Auswirkungen im Haus und in den Resonanzen nicht kümmern können. Die Verursacher der Steinsetzung hätten die Aufgabe der laufenden Kontrolle. Bei Steinsetzungen kann jede Art von geologischen oder seismischen Aktivitäten Veränderungen hervorbringen. Die Steine für feldverändernde Massnahmen sollten immer vergraben oder fest verankert sein. In der Wohnung der Frau mit Brustkrebs sind die Steine einfach hinter die Vorhänge gelegt worden. Selbst wenn die Steine passend gelegt worden wären, lägen sie nach einiger Zeit mit Putzfrau und wie man in seiner Wohnung hantiert, nicht mehr millimetergenau. Sie gehören vergraben, aber auch da kann sich etwas verändern.
Die Wasseradern bleiben leider auch nicht fix. Mit dem Buchsbaum hält das eine Zeit lang, aber nicht lange. Mit der Salweide geht das meiner Erfahrung nach ein bisschen besser. Vielleicht weil sie ein grösseres Wurzelwerk hat. Bitte befürwortet Steinsetzungen wirklich nur im äussersten Notfall für die Eigenverwendung.
Werner Bornholdt: Ich habe ein Experiment gemacht, um Ecksteine in einem Haus zu verlegen und habe sie eingegipst, so dass sie nicht bewegt werden können. Das lief ganz gut. Ich stimme dir zu Rosi, aber das ist mir zu absolut. Ich musste mir helfen und habe deswegen eine brauchbare Lösung gesucht. Die Sache mit der Anzahl der Wasseradern lässt sich lösen. Über Google Maps können wir schauen, wieviele Wasseradern wir finden.
Verwerfung als Anregung
RR: Wir haben eine Situation mit einer intensiven Verwerfung durch ein Haus. Die Verwerfung betrifft die Aufenthalts- und Schlafplätze nicht direkt, aber die Information ist auf dem ganzen Haus. Wie ist der Effekt auf die Bewohner einzuschätzen?
Rosa Schwarzl: Das ist spannend. Ich habe etwas Erfahrung dazu und finde das nicht so schlecht, speziell wenn die Verwerfung eine Wasserführung hat. Die in einer wasserführenden Verwerfung mitgebrachte Information und Auswirkung ist nicht nur belastend. Die aufmodulierte Information kann bei geringer Aufenthaltsdauer belebend und anregend wirken. Bei wasserführenden Verwerfungen ist oft vieles aufmoduliert und das wirkt belebend. Wenn ich mir ein Grundstück am Neusiedler See anschaue mit Schotter und Sand, ist die Energie – ich drücke es einmal so aus – langweilig, nicht produktiv anregend, eher ruhig. Eine Verwandte hat ihr Haus am Alpenhauptkamm auf einer wasserführenden Verwerfung stehen Dort ist eine sehr belebende und aktive Energie. Das ist vielleicht ab und zu zuviel, aber es ist eine produktive Energie: Es tut sich viel. Die Energie am Grundstück wirkt aktivierend. Das Haus steht direkt am Abhang. Die Verwerfung aus einer Stadt wird anderes aufmoduliert. Wie sich das verhält, weiss ich nicht so genau.
Die Intensität kann man vielleicht mit einer Steinsetzung links und rechts ausserhalb des Hauses absenken. Das habe ich einmal aus verschiedenen anderen Gründen gemacht. Da ist viel Information mit einer wasserführenden Verwerfung mitgekommen. Die Menschen waren danach zufrieden und meinten, dass es ruhiger geworden sei. Es scheint immer noch zu passen, wenn ich kontrolliere. Ich sehe bei dem Beispiel die mitkommende Information als eher positiv an, für den Fall, dass man es belebt haben möchte.
Ulrich Gläser: Wenn ich eine Verwerfung mute ist die erste Frage, ob sie rechtsdrehend, linksdrehend oder bipolar¹ ist? Das sind grundsätzlich unterschiedliche Energiequalitäten. Bei den linksdrehenden Verwerfungen denke ich gern an das, was Eike Hensch gesagt hat: «Ein Mensch, der lange auf einer linksdrehenden Verwerfung liegt, ist von Verworfenheit geprägt.» Es führt zu einer Persönlichkeitsveränderung in die Richtung von Unaufrichtigkeit, Hinterhältigkeit, Selbstsüchtigkeit. Es könnte sein, dass auf einer rechtsdrehenden Verwerfung das Gegenteil von Verworfenheit entsteht.
Im Zusammenhang mit Verwerfungen habe ich das Gefühl, dass es ein Unterschied ist, was mit der Geologie unter den Füssen passiert: Ob es reisst, weil der Druck ständig ansteigt oder weil der Druck geringer wird. Es gibt Subduktionszonen², bei denen Schichten gegeneinander verschoben werden und dann reissen. Da bauen sich enorme Spannungen in Richtung Druck auf. Hier am Oberrheingraben haben wir es umgekehrt. Da weichen die Vogesen und der Schwarzwald immer mehr auseinander. Das sind Spannungen im Zugbereich, es zieht auseinander: Es ist qualitativ unterschiedlich und es fehlt noch an Forschungsarbeit.
Hendrikje Arzt: Bei der Hausuntersuchung haben wir gelernt, dass es ein Phänomen der terrestrischen Veränderungen und auch der Resonanz mit den Bewohnern ist. Das heisst, die Menschen haben sich diesen Ort aus bestimmten Gründen ausgesucht und stehen unbewusst in Resonanz mit den Phänomenen. Mit die Hauptfrage bei einer Hausuntersuchung: Kann ich dem auch geistig begegnen? Nicht nur mechanische Tricks finden, um etwas zu entschärfen, sondern aktiv geistig mit diesen Dingen umzugehen. Du hast es angesprochen, Ulli, dass ich mir die Verwerflichkeit, die im Wort Verwerfung steckt, anschaue und damit arbeite. Wenn ich das geistig durchdringe, hat das einen diminuierenden³ Charakter auf die Phänomene, weil ich sie als Mensch verwandle. Das kann nur der Mensch.
Werner Bornholdt: Danke Hendrikje. Mir fehlte bei der Betrachtung zum Thema Verwerfung der geistige Gesichtspunkt. Was wir bisher diskutiert haben, war eher handwerklich, materialistisch. Der ganze Teil dessen, was ich geistige Wirkung einer Verwerfung nenne, ist für mich noch weitestgehend unerforscht. Ich bin an dieser Frage seit längerem dran, aber jedes Mal kommt bei mir der Gedanke, dass es ganz wichtig ist, aber ich gerade etwas anderes zu tun habe. Ich würde gerne die Gelegenheit nutzen, meditativ nachzufragen. Was tut sich, wenn ich mich auf einer Verwerfung platziere und versuche zu meditieren? Mehr weiss ich noch nicht. Hier gibt es eine Reihe von ungelösten Fragen. Hier hätte ich gerne mehr Klarheit.
Hendrikje Arzt: Wir sollten kluge Fragen stellen, die einen praktischen Effekt haben. Wenn wir nur belehren, sind wir auf der Verliererseite. Besser ist es, Fragen zu stellen, die uns im Geiste beweglich halten, wenn wir mit diesen Phänomenen arbeiten. Es ist manchmal richtig schwer, gute Fragen zu stellen. Aber ich habe den Eindruck, das können wir ganz gut, wenn wir uns die Fakten anschauen und da ein gewisses Level finden. Dann fängt es an, praktisch zu werden, indem wir solche Fragen stellen und der einen oder anderen forscherisch nachgehen. Das wäre für mich eine tatsächliche Praxis. Man kann im Magazin die Fragen in den Raum stellen und in der folgenden Ausgabe die Ergebnisse zusammengetragen, nicht nur die aus der Redaktion.
RR: Danke für das Gespräch.
Anmerkung
1 bipolar – zweipolig, wechselt die Polarisation
2 Subduktion – Der Begriff bezeichnet das Abtauchen ozeanischer Erdkruste am Rand einer tektonischen Platte in den darunter liegenden Teil des Erdmantels, während dieser Plattenrand gleichzeitig von einer anderen, angrenzenden Platte überfahren wird.
3 diminuieren – verkleinern, verringern
Gemeinschaftsforschung an der Verwerfung
Werte Gemeinschaft,
wir eröffnen die Unterhaltung. Wir lieben Diskussionen und sind an Deiner Meinung, Erfahrung und am Ergebnis Deiner Forschung interessiert. Mögliche Fragen zur geistigen Erforschung der Verwerfung:
Hendrikje Arzt: Was beziehungsweise wer begegnet mir bei einer Verwerfung? Welche Kräfte muss ich zur Verwandlung bereitstellen? Wo habe ich etwas verworfen, was ich wieder hervorholen darf oder vielleicht sogar sollte? Was möchte ich lauthals von mir weisen, obwohl es mich unter Umständen doch beherrscht?
Rosa Schwarzl: Wie weit können Verwerfungen, wasserführende Verwerfungen und die daraus resultierenden, permanenten Veränderungen der Platzqualitäten auf das Leben, Denken, Fühlen und Sein organischer Systeme und im speziellen auf den Menschen wirken? Ist die aus der Erde kommende Anregung auf Verwerfungen anders und was kann sie im Gegensatz zu anderen Bodenbeschaffenheiten im Alltag bewirken?
Stefan von Arb: Zu welchen Themen wirkt eine Verwerfung? Was verstehst Du unter Multiwellenzone? Wie funktioniert eine horizontale Verwerfung?
Daniel Perret: Wenn ich davon ausgehe, dass mit jedem physischen und energetischen Phänomen ein Wesen dabei ist: Welche Wesen sind bei Verwerfungen im Spiel?
Daniel Linder: Wenn Du Dich in aller Ruhe und in innerer Leere auf eine Verwerfung setzt – welche Bilder und Gedanken kommen zu Dir?
Mit welcher Frage gehst Du in Resonanz? Auf welche Frage möchtest Du Dich näher einlassen? Tauchen bei Dir weitere Fragen auf?
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