Wasser – einfach nicht normal!

Wassertropfen im Dunkelfeld fotografiert: Wasser mit einer Stimmgabel angeregt und getrocknet. Foto: Denise Ulrich lindenberg-energie.ch > Wasser

«Im Zusammenspiel von Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und Bewusstsein liegt der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis von Wasser. Erleben Sie live, wie eine Wasserbrücke frei in der Luft schwebt, entdecken Sie die vierte Phase des Wassers, das sogenannte strukturierte Wasser. Lassen Sie sich inspirieren von neuen Erkenntnissen, die zeigen, dass Wasser Informationen speichern und eventuell kommunizieren kann.»

Mit dieser Ausschreibung wurden hohe Erwartungen an das Internationale Wasser-Symposium gesetzt, das erstmalig am 22. November 2025 im winterlichen Andermatt über die Bühne ging. Die Referenten aus Neuseeland, den USA, Holland und aus dem europäischen Wasserschloss Schweiz liessen die Herzen weit im Voraus höher schlagen. Dies vorneweg: Es war ein hochkarätiges Symposium, makellos organisiert vom Verein Gotthard Connects unter der Leitung von Marja Nieuwveld und unterstützt durch Marco Rossi, Event-Organisator im Gesundheitsbereich.

Nach der Eröffnung durch Alt-Bundesrat Ueli Maurer machte Dr. Elmar Fuchs (Wetsus in Holland) auf die heute bekannten 75 Anomalien von Wasser aufmerksam. Als Beispiel sei die Dichte-Anomalie erwähnt, bei welcher Wasser bei einer Temperatur von 4 °C die höchste Dichte hat und somit am schwersten ist. Eindrücklich präsentierte er live die hängende Wasserbrücke zwischen zwei Gläsern, die sich bildet, wenn Wasser unter Hochspannung versetzt wird. Fuchs erklärte die Grundlagen dazu und machte den Bogen zum Einfluss von Magneten auf die Kalkausscheidung im Wasser. wetsus.nl

Die Wasserbrücke: Live präsentiert von Dr. Elmar Fuchs.
Foto: Quellwasser.ch

Leider konnte Prof. Gerald H. Pollack (University of Washington, Seattle) aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Schweiz reisen. Im vorab aufgezeichneten Vortrag ging es um die 4. Phase von Wasser, die hochstrukturiert ist und von ihm Exclusion Zone oder EZ genannt wird, weil darin jegliche Fremdstoffe verdrängt bzw. ausgeschlossen werden. Diese entsteht an den Grenzflächen von Wasser, ist negativ geladen, also basisch und wird unter anderem durch die Infrarotstrahlung der Sonne gebildet. Sie kann Informationen aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Zwischen dem EZ-Wasser und dem Restwasser baut sich ein Spannungsunterschied auf, der für vielfältige Abläufe in der Natur eine zentrale Rolle spielt. Diese Wasserbatterie kann sogar technisch genutzt werden, wie Pollack und seine Studenten in Experimenten aufzeigen. Seine Erkenntnisse hat er bereits 2014 im Buch Wasser – viel mehr als HO in leicht verständlicher Form festgehalten. pollacklab.org

Nebst den Wasser-Forschungen von Prof. Pollack haben mich die Wasserkristallisations-Bilder der Neuseeländerin Veda Austin am meisten begeistert. Seit 14 Jahren beobachtet und fotografiert sie gefrierendes Wasser, das auf Bilder oder auf ihre Fragen und Gedanken reagiert. Die Methode ist denkbar einfach: Eine flache Petrischale wird mit Wasser gefüllt, bis der Boden knapp bedeckt ist. Die Schale wird für einige Minuten in einen Gefrierschrank gestellt, solange bis sich eine dünne Eisschicht gebildet hat, aber immer noch ein Teil flüssiges Wasser vorhanden ist. Auf der Eisschicht zeigen sich nun unglaubliche Muster, die direkt mit der Umgebung und den Gedanken des Betrachters zu tun haben. Nach über 70’000 erstellten Fotos stellen sich grundlegende Fragen: Ist Wasser lebendig? Ist Wasser intelligent? Hat Wasser ein Bewusstsein? Nach
diesem Vortrag müssten diese Fragen mit Ja beantwortet werden. vedaaustin.com

Nicht weniger interessant, an sich nach Schulbuchwissen waren die Ausführungen von Dr. Rolf Kipfer (EAWAG und ETH Zürich). Er nahm die 150 Besucher aus 5 Ländern auf eine Reise in die Einzigartigkeit des Elements Wasser vom ganz kleinen bis zum grossen Massstab. Er selber ist am meisten beeindruckt vom Wasser, wenn er die in einem Glas treibenden Eiswürfel beobachten kann.
eawag.ch

Begleitausstellung beim Wasser-Symposium mit Lindenberg Energieberatung: Wasserfotografie, Elektrobiologie und Geomantie mit Denise und Franz Ulrich.
Foto: Franz Ulrich

Den Abschluss bildete Carl Albrecht Waldstein aus Österreich. Als engagierter Visionär setzt er sich mit Leidenschaft dafür ein, trockene und degradierte Regionen durch die Kraft des Wassers wieder zum Leben zu erwecken. Nachdenklich stimmte die Aussage, dass sämtliche künstlich bewässerten Felder irgendwann so viele Mineralien und Salze ansammeln, dass sie unfruchtbar würden. Desertgreener will durch grosstechnische Meerentsalzungsanlagen unter Nutzung von Sonnenenergie Trockengebiete bewässern und Küstenregionen und Inseln mit sauberem Trinkwasser versorgen. desertgreener.info 

Was in Andermatt präsentiert wurde, war Wissenschaft vom Feinsten. Dass dabei Thesen aufgestellt werden, die erst noch durch weitere Experimente oder Studien zu verifiziert sind, ist eine intrinsische Eigenschaft von Wissenschaft. Denn nur wer den Mut hat, die vertrauten Gefilde zu verlassen wird mit neuen Erkenntnissen belohnt. Oder frei nach Newton: «Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean.»

Das nächste Internationale Wasser-Symposium findet am 21./22. November 2026 in Andermatt statt. gotthard-connects.ch

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Gerald H. Pollack
Charged
The Unexpected Role of Electricity in the Workings of Nature

434 Seiten,
Sprache: Englisch,
Ebner and Sons Publishers 2025

Geladen – Die unerwartete Rolle der Elektrizität in den Abläufen der Natur

Gerald H. Pollack, der renommierte Wissenschaftler und Autor von Wasser – viel mehr als HO, kommt mit einer paradigmenverändernden Forschung der tiefgreifenden Bedeutung von Elektrizität in der Natur zurück.

In seinem neusten Buch Charged – The Unexpected Role of Electricity in the Workings of Nature postuliert er ein kühnes Umdenken in Bezug auf Naturphänomene, indem er die Erde nicht als elektrisch neutrale Kugel, sondern als geladenen Körper mit weitreichenden Konsequenzen betrachtet. Er untersucht, wie diese Perspektive grundlegende Dynamiken wie den Ursprung des Magnetfelds, die Rotation des Planeten und Wetter antreibende Kräfte verursachen kann. Von Niederschlägen bis hin zu Taifunen und Tornados erweist sich die elektrische Ladung als ein vereinheitlichendes Prinzip zur Erklärung atmosphärischer Prozesse, das über die traditionelle Meteorologie hinausgeht.

Dieses elektrische Paradigma wird auf umfassendere Geheimnisse der Natur ausgedehnt, darunter die Gravitation, die nicht mehr nur als massenbasierte Anziehungskraft betrachtet wird, sondern als Wechselwirkung zwischen elektrischen Ladungen innerhalb der Materie – was möglicherweise rätselhafte Anomalien wie die Schwankungen der Gravitation zwischen Sommer und Winter sowie während den Sonnenfinsternissen erklären könnte. Die gleichen Prinzipien werden auf die Bewegung und den Auftrieb angewendet: Ob Staubpartikel, Vögel, Flugzeuge, Fische oder Segelboote – die Bewegung durch Luft oder Wasser wird als Folge der Wechselwirkungen von Ladungen mit der Erde neu interpretiert. Zusam- mengenommen schlagen diese Abschnitte einen alternativen Rahmen vor, in dem Elektrizität eine zentrale, oft übersehene Rolle bei der Gestaltung der Kräfte und den Bewegungen der natürlichen Welt spielt.

Das Buch ist im September 2025 auf Englisch erschienen und im Buchhandel mit Lieferfristen und beim Verfasser dieses Artikels ab Lager

erhältlich: lindenberg-energie.ch > Bücher

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Dipl. El. Ing. ETH Franz Ulrich
CH-6276 Hohenrain LU
info@lindenberg-energie.ch
lindenberg-energie.ch
elektrobio.ch

Führt seit 2007 mit seiner Frau Denise die Firma Lindenberg Energie mit den Bereichen Wasser, Geomantie, Elektrobiologie und Energieberatung. Erforschung von Wasser, Energie und dem Modell des Elektrischen Universums.

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