In Resonanz

RR: Viele Menschen suchen Hilfe im Bereich der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung und im Virusthema. Welche Hilfestellungen können wir leisten?

Rosa Schwarzl: Bei uns lernen die Leute den ganzheitlichen Zugang, mit oder ohne Rute. Wichtig ist, diesen Zugang zu nutzen, das Immunsystem zu stärken und sich auf keinen Fall panisch machen zu lassen. Angst macht auch krank. Besser ist, es sich gut gehen zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren. 
Unsere Aufgabe sehe ich darin, den Menschen eine gute Information zur Verfügung zu stellen, eine brauchbare, eine handhabbare Information, so dass sie aus der Veranstaltung rausgehen und sagen können, das und das habe ich heute gesehen oder von dem Referenten gelernt. Damit sind die Menschen sicherer in ihrem Handeln und in ihrem Leben. 

Ute Quandt: Alles hat seine Berechtigung. Ein Leben mit der Radiästhesie bietet eine neue Lebensqualität, die sehr naturverbunden ist. Es lässt den Menschen zu seinen Wurzeln kommen. Der Hintergrund der Radiästhesie soll da, wo es angebracht ist, öffentlich dargestellt werden. 
Eine Einengung auf einzelne Methoden bei der Wahrnehmung bringt uns nicht weiter. Wichtig ist, den Menschen eine Offenheit und einen Weitblick zu zeigen, mit dem Andersdenkende und -fühlende akzeptiert werden. 

Stefan von Arb: Angst, Wut und Kampf sind nicht gute Ausgangslagen um in ein Thema einzusteigen. Wir können es gelassen angehen. Die Stärkung des Immunsystems wurde erwähnt. Auch die Aurapflege halte ich für angebracht.
Das sind zwei Massnahmen um sich zu stärken und zu schützen, um in dieser Welt freier unterwegs sein zu können. Ich bin der Ansicht, dass wir mit der neuen Wirbelphysik von Konstantin Meyl die Möglichkeit haben, unser Kerngeschäft wissenschaftlich zu unterfüttern. Das bietet die Gelegenheit, aus der Schmuddelecke herauszukommen. Somit ist es keine Glaubensfrage mehr. Es wird zu einer Wissensfrage.

Eva Martin 1. Vorsitzende, Radiästhesieverein Deutschland RVD e.V., D-37139 Adelebsen vorsitz1@rvdev.de rvdev.de Architektin
> > Stärkung der Wahrnehmungskompetenz durch die Methoden der Radiästhesie.

«Harmonie bedeutet für mich, dass Systeme in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, besonders wenn sie sich aufeinander beziehen. In der Architektur spricht man von Harmonien wenn die Masseinheiten und die Proportionen in einem ausgewogenen Verhältnis dargestellt werden.

Dasselbe gilt für das innere Verhältnis zu mir selbst, wie ich in Beziehung zu mir oder der Umwelt stehe. In dem Moment, wo ich ausbalanciert bin, sozusagen in der eigenen inneren Mitte, bin ich in Harmonie mit mir und meiner Umgebung. 

Wir werden es vermutlich nicht schaffen, ständig in Harmonie zu leben und manchmal braucht es auch die Reibefläche. Dennoch wäre es wünschenswert unseren Umgang mit uns und der Umgebung immer wieder ins rechte Mass zu setzen.» 

Eva Martin: Das geht in die Richtung, dass nur das Wort gilt, das wissenschaftlich belegt wird. Auf der einen Seite sehe ich die Notwendigkeit für die Wissenschaftlichkeit, damit unser Gebiet ernst genommen wird und eine breitere Basis erhält, auf der anderen Seite schöpfen wir seit Jahrtausenden aus einer Erfahrungswissenschaft. Wir gehen in Resonanz, weil uns bestimmte Dinge berühren, das Bewusstsein dafür sollte gestärkt werden. Ich habe gestern zwei tolle Begriffe gelernt: Wahrnehmungskompetenz und Bewusstseinssouveränität. Finde ich klasse. Wir können mit unseren Methoden dazu beitragen, dass wir eine stärkere Wahrnehmungskompetenz bekommen, damit wir die Spreu vom Weizen trennen können. Also, wir haben jetzt eine Situation, die Angst macht. Aber macht sie wirklich Angst? Das ist die Frage.

Stefan von Arb: Einverstanden. In einer komplexen Situation gibt es immer mehrere richtige Lösungen. Die Tradition der Radiästhesie, die seit Jahrtausenden dieses Gebiet verfolgt, ist eine wesentliche Stütze und der sogenannten Wissenschaft beigestellt. Erfahrung ist gleich viel wert wie die Wissenschaft. Vielleicht gibt es einen dritten, einen vierten Weg, um das Ganze breit aufzufahren. 

Rosa Schwarzl: Breit aufstellen hat auch damit zu tun, welche Arbeit wir wie für andere erbringen. Diese Qualität, wie wir miteinander umgehen, wie wir Hilfestellungen leisten, die ein Anderer so ganzheitlich nur schwer leisten kann. Wir reden über die Fachkompetenz. Wenn man das einige Jährchen mit Bau-, Elektrobiologie, Homöopathie und und und macht, entscheidet sich viel über die Schiene: wie kommen wir bei den Kunden an, wie ist das Feedback, wie ist die Mundpropaganda. Für mich ist das ein wesentlicher Punkt. Bei uns sehe ich, dass Leute, die gute Erfahrungen machen, völlig egal ob Arzt, Wissenschaftler oder was auch immer, gern unsere Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen und dankbar sind, wenn wir unkompliziert und ohne grossen finanziellen Einsatz ein Problem lösen. 

RR: Wie sieht es konkret in der aktuellen Situation aus?

René Näf: Es gibt verschiedene Spuren, die wir parallel verfolgen müssen: wie bei der Autobahn, die in eine Richtung verläuft. Es gibt eine politische Ebene, auf der wir mit etwas Druck arbeiten müssen und dürfen. Im Indischen
kennen wir drei Kräfte, die Gunas: plus – aktiv (Rajas), minus – passiv (Tamas) und neutral (Sattwa). Sie sind alle gleichberechtigt. Einzig die Spur Softie sein zu verfolgen, geht meines Erachtens nicht. Die andere Seite wirkt mit ganz subtilen, tiefgreifenden Kräften auf uns ein. Wenn wir nicht Widerstand leisten, gerade auf der Ebene der Politik und der Wissenschaft, geht in naher Zukunft nicht mehr viel. Es wurde ein Punkt überschritten: mit 4G stand jeder einzeln im Schussfeld und man konnte aus dem Schussfeld gehen. Mit 5G werden alle kollektiv verstrahlt und die gesamte Umwelt geht dabei drauf. Das müssen wir ins Bewusstsein, ins innere Wissen hohlen. Wir müssen jetzt Druck machen. Wenn wir den Zeitpunkt verpassen, haben wir Pech gehabt.

RVD Ute Quandt Radiästhesie
Ute Quandt 2. Vorsitzende, Radiästhesieverein Deutschland RVD e.V., D-18184 Pastow vorsitz2@rvdev.de Informatikerin, Lehrerin für Physik und Mathematik
> > Sie vermuten zurecht, dass es doch noch mehr geben muss, als was hier täglich, oberflächlich betrachtet, auf uns zukommt.

«Beim Abschluss einer Hausuntersuchung suche ich nach Harmoniepunkten. Es gibt die Punkte auf einem Grundstück, in einer Wohnung, in einem Raum. Die Charakterisierung eines Harmoniepunktes: Man kann sich hinsetzen, wohlfühlen, in die Ruhe und ins Reine kommen, meditieren, sich erden, abschalten und trotzdem noch aktiv sein. Die Einstellwerte für die H3-Antenne sind 9,0 l für Harmonie und 6,9 für Lebenskraft.»

Ute Quandt: Mit welchen Methoden reagieren wir?

René Näf: Mit Wissensvermittlung. Da dürfen wir auch etwas aggressiver agieren. 

«Die Schulmedizin ist eigentlich auch eine Art Erfahrungswissenschaft.»
Ute Quandt

Ute Quandt: Wir müssen klarmachen was Wissenschaft in diesem Kontext bedeutet. Bei den Krankenkassen zum Beispiel werden nur wissenschaftlich anerkannte Methoden oder Arzneien bezahlt. Ist die aktuelle Medizin tatsächlich so wissenschaftlich? Es sind so viele Einflussfaktoren, die von aussen auf den Patienten einwirken und nicht bedacht werden. Etliche Faktoren werden beiseite gewischt und nur ganz bestimmte angesehen, obwohl die anderen ebenso wirken. Die Schulmedizin ist eigentlich auch eine Art Erfahrungswissenschaft. Gerade bei der Medizin ist klar, dass man den Menschen ganzheitlich betrachten muss. Die heutige Schulmedizin berücksichtigt dies zu wenig. Die Radiästhesie sollte als Wissenschaft neu betrachtet werden.

Radiästhesie VRGS
René Näf, Präsident Verband für Radiästhesie und Geobiologie Schweiz VRGS, CH-9038 Rehetobel, <em>info@vrgs.ch</em> Bauingenieur, Polarity Therapeut
> > Wenn man misst, müsste es reproduzierbar sein. Deshalb sprechen wir von muten und nicht von messen.

«Das Gefühl von Harmonie, was man auch mit *singulärer Liebe* übersetzen könnte, entsteht im Menschen, wenn er in seiner Mitte lebt und die Energien frei fliessen können. Das kann geschehen, wenn die Stauungen auf allen Körperebenen beseitigt sind. 

Technisch gesprochen fliesst Energie erst, wenn zwei gegensätzlich geladene Pole in Resonanz stehen und damit verbunden sind. Die Ionosphäre und der Erdkern sind solche Pole. Der Mensch ist dazwischen eingespannt wie eine Marionette in den Gitternetzstrukturen der Erde, vor allem im Global- und im Diagonalgitternetz. Falsche Gedanken und ein falsches Weltbild erzeugen längerfristig energetische und physische Stauungen. Im Körper entstehen Zonen mit Energieüberschuss und andere mit Energiemangel. Die Zellmembranen werden undurchlässig für Informationen und Nährstoffe, über kurz oder lang führt das zu Krankheiten.

Um in die Heilung zu kommen, muss das reinste Wasser im Körper – der Liquor – ungehemmt durch das Rückenmark fliessen können. Er nimmt die kosmischen Energien und Informationen auf und materialisiert auf dem Weg vom Kronen- zum Wurzelchakra, durch Einwirbelung von Materieteilchen. Die gegenläufigen Wirbelenergien Ida und Pingala und der Sushumnakanal sind die drei ursächlichsten Nadiskanäle. Sie erzeugen die Chakren und Ovalien, welche ihrerseits die Körperhöhlen mit ihren Organen und die Hormondrüsen ausbilden. Wenn sie frei schwingen können, senden sie Glückshormone aus. 

Diesen drei Nadiskanälen wurde in allen Kulturen eine wichtige Bedeutung zugemessen. Sie wurden etwa *Himmels-* oder *Jakobsleiter, Lebensbaum, Caduceus, Mercurius, Aezoon, Hermes-, Aeskulap-* oder *Merkurstab* genannt.

«Voraussetzung für Harmonie ist die Erdung.»
René Näf

Eine Voraussetzung für Harmonie ist die Erdung. Im Sinne von oben und unten angebunden sein, im Sein und nicht in der Handlung zu sein. Einseitige Angebundenheit bedeutet, alles nur geistig zu sehen, schwebend zu sein oder alles nur materiell und wissenschaftlich zu verstehen. Die Wahrheit liegt dazwischen, dort kann das Bauchhirn mit dem Kopfhirn verbunden werden.

Der Mensch muss für die Harmonie arbeiten! Einige althergebrachte Meditationstechniken zielen darauf ab, die Nadiskanäle und Chakren zu reinigen und zu stärken. Es sind Techniken wie die Lebensbaummeditation, das Kabbalistische Kreuz, Heiliges Ei oder die Mer-Ka-Ba. Diese und weitere Techniken sind Bestandteil im Seminar *Wahrnehmungs- und Abgrenzungstechniken*, dem Kernmodul 2 vom Diplomlehrgang VRGS. Die Anwendung dieser Techniken hilft auch, radiästhetisch und radionisch besser arbeiten zu können.» 

«Eine aussagekräftige Messung von 5G-Strahlungen gibt es nicht.»
René Näf

René Näf: Wir haben eine Wissenschaftspyramide. Unten ist die Mathematik, dann kommt die Physik, dann die Chemie, die Biologie, die Psychologie bis hin zu den Geisteswissenschaften. Der Wahrheitsgehalt nimmt nach oben
laufend ab. Wenn wir unten in der Physik ungelöste Modelle, Widersprüche und Postulate haben, wirkt sich dies bis zur Pyramidenspitze aus. Zum Beispiel haben wir im Nahfeldbereich einer Antenne die Schwierigkeit, überhaupt brauchbare Messungen hinzukriegen. Die Techniker messen im Fernfeld, wo die magnetischen und elektrischen Wellen gekoppelt auftreten und rechnen den SAR-Wert eines Handys einfach auf die Quelle zurück. Welch ein grosser Fehler! Wenn wir eine Sendeantenne als Zentrum betrachten und eine Kugel rundherum bauen, dann müsste die Strahlungsleistungsdichte, integriert über die Kugeloberfläche, wieder die Sendeleistung am Sender ergeben. Tut es aber nicht. Rund sechzig Prozent der Energie fehlen. Und keiner fragt nach den Gründen! 
Selbst in unseren Kreisen wird behauptet, die hertzsche Welle sei das Mass aller Dinge und deren Grenzwert müsse gesenkt werden. Ich sage genau das Gegenteil. Wir können die sechzig Prozent der Strahlung, die jetzt nicht gemessen werden, nicht messen, weil es eine andere Art von Welle – eine Skalarwelle – ist. Sie weist gänzliche andere Eigenschaften auf. Eine aussagekräftige Messung von 5G-Strahlungen gibt es nicht. Es ist nicht verwunderlich, wenn die Abweichung der Grenzwerte in verschiedenen Ländern den Faktor von Eintausend beträgt. 

Im Klartext: Es ist nicht die hertzsche Welle, die stört, sondern etwas ganz anderes. Da die anerkannte Physik Fehler aufweist, zieht sich dies bis in die Schulmedizin durch. Die Schulmedizin ist stark in der Beobachtung von Erkrankungen. Aber mangels der Basics werden die Beobachtungen falsch interpretiert und Heilung somit erschwert oder verhindert. Eigentlich ein No-Go in der heutigen Zeit! 

Eva Martin: Wie stärken wir uns selbst in den eigenen Reihen? Geht es nur mit Wissen oder vielleicht auch mit Standards? Wir sind interdisziplinär zusammen. Wir haben unterschiedliche Methoden.

René Näf: Wenn man misst, müsste es reproduzierbar sein. Deshalb sprechen wir von muten und nicht von messen. Es geht zum grössten Teil um andere Phänomene, als wir gemeinhin annehmen, wie vorhin erwähnt. Wir sehen es in der Natur zum Beispiel anhand des Nervensystems. Es hat andere Strukturen als hertzsche Wellen, wo der Vektor des magnetischen und elektrischen Feldzeigers in der Kreuzungsstelle null ist. Die hertzschen Wellen können keine Kraftwirkung in der Ausbreitungsrichtung haben. Trotzdem wird selbst in Kreisen von Radiästheten behauptet, die hertzschen Wellen seien schuld am Unheil.

RR: Kennt Ihr die Dokumentation zum wissenschaftlichen Nachweis der Radiästhesie vom Österreichischen Verband für Radiästhesie und Geobiologie?

Radiästhesie
Rosa Schwarzl Präsidentin Österreichischer Verband für Radiästhesie & Geobiolog. A-2112 Würnitz rosi.schwarzl@chello.at > > Unsere Sache hat mit der Ganzheit, mit allen Wesenheiten zu tun. Da möchte ich nicht haben, dass wir einen Maulkorb in Bezug auf all das bekommen.

«Harmonie ist für mich ein Zustand, der sehr vom Blickwinkel auf das Leben abhängig scheint. 
Resonanzverhalten zueinander hat für mich mit harmonischem Empfinden zu tun.
Harmonisch wird es, wenn man sich gegenseitig respektiert und jedem Raum und Ressourcen zum guten, artgerechten Leben lässt – allen Wesenheiten der Schöpfung. 
Zufriedenheit und Friede im Jetzt; Dankbarkeit und Vergebung in die Vergangenheit; freudige, neugierige Erwartung in die Zukunft. Das gibt für mich ein harmonisches Dasein.
Vertrauen, zulassen, annehmen, sich erfreuen, nicht werten, nicht vergleichen – einfach im Flow versuchen, seinen Seelenweg zu meistern.
Harmonie ist die Ausgewogenheit von Ying und Yang, von positiv und negativ; die passenden Verhältnisse zueinander; jedes Rädchen zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der passenden Aktivität. Liebe ist Harmonie!»

Rosa Schwarzl: Ja, das ist eine Zusammenfassung von verschiedensten Untersuchungen und Publikationen. Sie kann auf der Website gesehen werden. Was ist wissenschaftlich? Ich hatte mit einem Herrn vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte zu tun. Er meinte, öffentlich wolle er mit uns nichts zu tun haben, sonst schon. Bei einem seiner Vorträge sagte er dann: «Das ist heute Stand der Wissenschaft, weil das sagen unsere Funde aus.» Ich fragte ihn: «Und was ist morgen?» Er: «Wenn wir heute in der Nacht ein neues Stück finden, dann ist es morgen Stand der Wissenschaft.» Der Satz wars eigentlich. Der Vortrag war wunderbar, aber der letzte Satz sagt aus, worum es wirklich geht. Ich glaube, dass wir uns dort nicht unbedingt hinbegeben müssen. 
Gestern beim Vortrag zum Szintillationszähler war zu hören, dass bei fünfmaligem Messen über ein und derselben Stelle in kurzen Zeitabständen, das Ergebnis nicht identisch ist. Ich weiss nicht, ob ich mich in diese Wissenschaftsecke hineinknien möchte. Da ist mir meine Energie zu kostbar. Wenn wir in einen wissenschaftlichen oder universitären Bereich kommen, müssen wir auch mit den Reglementen, die diese Wissenschaftlichkeit
fordert, einverstanden sein. Ich weiss nicht, ob ich den Maulkorb möchte. Ich sehe es in meiner Umgebung bei Wissenschaftlern, mit denen ich aktuell zu tun habe. Das sind ganz lockere Menschen, wenn man so friedlich zusammensitzt und sie aus ihrem Wissensschatz erzählen. Wenn ich frage: «Kann man darüber etwas schreiben?», kommt ein klares Nein. Weil in der Öffentlichkeit wird die Sache ganz anders dargestellt. Unsere Sache hat mit der Ganzheit, mit allen Wesenheiten zu tun. Da möchte ich nicht haben, dass wir einen Maulkorb in Bezug auf all das bekommen. Für mich ist das wichtig. Bei uns in Österreich sind sie gerade dabei, die Homöopathie von der Universität zu nehmen. Ich möchte nicht hören, es darf einen Radiästhesieverband nicht mehr geben. Jetzt haben wir vielleicht nicht diese Wissenschaftlichkeit, aber es tut uns auch keiner was und wir werden von Ärzten weiterempfohlen. 
Die radiästhetische Arbeit wird zu wenig beachtet und anerkannt, als wirklich absolutes Hilfsmittel in vielen Notsituationen. Es kann sehr lösungsorientiert eingesetzt werden und wir stehen zur Verfügung für Rückfragen. 

Die Vernetzung ist wertvoll. Wenn ich in einem Bereich nicht Bescheid weiss, empfehle ich den Stefan, den René oder die Eva und empfehle, dort anzurufen. Es ist wichtig, auch den Kunden gegenüber, offen zu kommunizieren, wenn ich irgendwo nicht Bescheid weiss. Wir sind nicht allwissend, aber wir sind vernetzt und es stehen Leute bereit. 

Eva Martin: Im RVD gibt es immer weniger Leute, die auch beraten. Die Tendenz geht in Richtung radiästhetischer Vortragskonsum. Es wird zu wenig geforscht und vermehrt Wissen konsumiert. Deswegen wünsche ich mir mehr Vernetzung, mehr Austausch im Praktischen. Als René Näf und Stefan von Arb bei der Klausurtagung des RVD in Loheland ihre Methoden vorgetragen haben, mussten die Teilnehmer sich sehr mit dieser anderen Herangehensweise auseinandersetzen. Das ist nicht jedem leicht gefallen. Lacht. Ich wünsche, dass man sich annähert.

Ute Quandt: Man kann selber in den Wald gehen, Forschung betreiben, muten, dann kommen auch Leute hinzu und interessieren sich. Sie vermuten zurecht, dass es doch noch mehr geben muss, als was hier täglich, oberflächlich betrachtet, auf uns zukommt. 

Rosa Schwarzl: Es findet viel mehr statt, als wir sehen. Es kommen Leute mit Empfehlungen von anderen, die ich nicht kenne. In Österreich gibt es Dietrich Mateschitz mit dem Servus TV, beziehungsweise Dr. Hans Gasperl. Er ist bei uns langjähriges Mitglied und bringt die Inhalte sehr öffentlichkeitsverträglich unter, hat nie provokante Titel, hat jede Woche mindestens einen Beitrag im Servus TV, wo oft die Begriffe Radiästhesie, Energiearbeit, Homöopathie und Kneipp vorkommen. 

Eva Martin: Er holt die Leute dort ab, wo sie stehen. 

Rosa Schwarzl: Ja. Wir bemühen uns überhaupt, sie dort abzuholen, wo sie stehen. Ohne den grossen Anspruch der Wissenschaftlichkeit. Ich habe gesehen, am meisten kommen die Leute wieder, wenn sie beim letzten Mal etwas mitgenommen haben, das sie am nächsten Tag zu Hause umsetzen konnten. Und wenn man ihnen nur zeigt, wie ein Schutzkreis gemacht werden kann oder wie man das Richtige im Geschäft einkauft.

Eva Martin: So ging es mir einmal in einem Seminar mit Kindern.  Sie haben nachher ihre Fruchtzwerge getestet, ob die für sie in Ordnung sind, ob sie sie essen können oder nicht. Die Kinder haben es begriffen. Wir können niederschwellige Angebote machen. 

Rosa Schwarzl: Wenn wir hinaus wollen, einfach an den Nächsten, dann ist es gut, wenn wir auf diese praktischen Dinge fokussieren. 

Stefan von Arb, Vizepräsident Verband für Radiästhesie und Geobiologie Schweiz VRGS, CH-4600 Olten info@arch-praxis.ch Architekt, Dozent Hochschule Luzern
> > Die hehren Ansprüche dahin optimieren, dass wir das, was wir uns wünschen, auch leben.

«Die Harmonie hat verschiedene Aspekte und Ausprägungen:

1. Angenehme Übereinstimmung der Teile eines Ganzen, Ausgewogenheit, Ebenmass: Klang, Farben, Bauwerk, Bewegung, Wesen, Leib und Seele

2. Friedliches Zusammenleben, gegenseitiges Verstehen, Eintracht

3. Regelmässiger, gesetzmässiger Aufbau und wohltönender Zusammenklang mehrerer Töne und Akkorde 

4. Sphärenharmonie

In der Radiästhesie und Radionik haben wir die Möglichkeit, den Grad der Harmonie in Prozenten zu muten und anschliessend die Harmonie wieder herzustellen, das heisst die Teile gegenseitig auszugleichen.

Alles, immer und ewig, in Harmonie zu haben, kann durchaus langweilig sein oder werden. Die grosse Kunst besteht darin, Harmonie und Disharmonie in ein fliessendes Gleichgewicht und eine Ausgewogenheit zu bringen – viel Erfolg.»

Stefan von Arb: Praxis und Theorie bedingen sich. Wir können über die Praxis einsteigen und zur Theorie wechseln oder in die Theorie einsteigen und in die Praxis wechseln. Es ist eine unabdingbare Zweisamkeit. Selbst beim D-A-CH Treffen gab es achzig Prozent Theorie und zwanzig Prozent Praxis. Vermutlich hätten auch die Leute hier gern zwei, drei praktische
Anleitungen erhalten und am nächsten Tag in Ruhe gemutet.

Ich denke unsere hehren Ansprüche wären dahin zu optimieren, dass wir das, was wir uns wünschen, auch leben. Dann kommt es gut. Aus der Praxis entstehen die Fragen. Wenn Du eineinhalb Stunden mit anderen an einem Ort pendeln kannst und Dir Zeit nimmst, entstehen Gespräche, bei denen Du ganz, ganz konkret auf die Fragestellung, auf die Flughöhe angepasst, antworten kannst. 

Rosa Schwarzl: Ich habe bei jedem Referenten die Bedingung gestellt, dass in jedem Vortrag zwei Dinge dabeisein müssen, die jeder im Saal machen kann. Jeder. Die Leute kommen nur dann, wenn sie etwas mitnehmen können. Mittlerweile kriege ich unglaubliche Rückmeldungen auf die Seminare. Leute die sagen, es sei so praxisorientiert geworden, dass man sich so viel merken und auch herzeigen kann. Dabei kann man im Prinzip immer wieder dasselbe zeigen. Wenn man es wieder und wieder zeigt, merken plötzlich die Leute, ah Moment, wie war das? Ah, so war es! Dann haben wir den Leuten den Einstieg ermöglicht. Im Moment hab ich ein Mädel im Unterricht, die studiert gerade. Sie sagt: «Der einzige Ort, wo ich wirklich etwas lernen kann, ist, wenn ich in Deine Seminare komme. Weil dann gehe ich nach Hause und es ist gut. Sofort.» Das mit der praktischen Arbeit, da geb ich Dir vollkommen recht.

Stefan von Arb: Es gibt die Wissensverinnerlichung in der Reihenfolge: ich habe es gehört, ich weiss es, ich kann es, ich lebe es. Das heisst, wir dürfen ein Thema zehnmal bringen, bis es auf der Stufe ich lebe es angekommen ist. Wenn es nicht über Theorie, sondern über praktische Übungen geschieht, kommt es direkt zum Leben. Das ist die Abkürzung. Ich plädiere dafür, beide Pole zu pflegen. Wir können nicht alles runterdefinieren auf die Faustformel und dann ist fertig. Sondern dann beginnt es erst!

Rosa Schwarzl: Ja, dann haben wir ihn. Dann kommt er und will die Materie kennenlernen, dann ist er überzeugt davon, dass es ihm was bringt. Ab da können wir die Teilnehmer viel weiter hinauf mitnehmen und sie können stabiler in die Community gehen. Das muss nicht unser Verband sein. Ich freue mich über jeden der in den Verband kommt, aber mir geht es wirklich um die Sache. Dabei ist das Zurückhalten von Wissen nicht mehr zeitgemäss. Ich habe das bei meinem Einstieg erlebt. Sie haben so unterrichtet, dass Du viel gewusst hast, aber wenn Du es probiert hast, bist Du immer falsch gelegen. Weil sie Dir genau das Wichtigste nicht gesagt haben. Ich bemühe mich, es umgekehrt zu machen und sage, bis der Letzte es heute kapiert hat, braucht er nicht heimgehen. Es gibt den Extrovertierten, der rafft eh alles und es gibt den Introvertierten. Wenn Du ihn nicht hervorholst, dann tut er nichts. Aber der Introvertierte ist der, der oft viel stabiler da ist. 

Eva Martin, links, beim D-A-CH Gipfel auf Reichenau mit Ute Quandt, Stefan von Arb, Rosa Schwarzl und René Näf: «Wir sind interdisziplinär zusammen. Wir haben unterschiedliche Methoden.» Foto: Daniel Linder

Eva Martin: Wieviele Leute habt Ihr, die Seminare anbieten?

Rosa Schwarzl: Nicht viele. Wir haben rund fünfhundert Mitglieder. Ich habe Kontaktdaten von eineinhalb bis zweitausend Leuten, die gelegentlich auftauchen. Es sind rund zweihundert, die wirklich aktiv Radiästhesie machen. Ich glaube es gibt viele mehr, die nicht im Verband organisiert sind. Rutengeher gibt es überall. Wir haben viele, die muten, die irgendetwas machen, die vielleicht nicht teleradiästhetisch muten, im Sinne einer Wahrsagung, die für gesundheitliche Anliegen ansprechbar sind, die keine Ausbildung aufgrund von Kursen wollen. Es sind einfach Leute am Land, die aus Familien kommen, die es schon immer so machen. 

Eva Martin: Im süddeutschen Raum gibt es auch viele, im Norddeutschen gibt es weniger. Aber es dreht sich gerade. Was die Seminarleitungen anbelangt, schöpfen wir aus der Erfahrung von unseren Begründern Eike Hensch und Ewald Kalteiss. 

Rosa Schwarzl: Ja, aber dann müsst Ihr selber Seminare machen, oder?

Ute Quandt: Die deutschen Teilnehmer am D-A-CH Treffen sind grösstenteils aus dem nördlichen Deutschland an den Bodensee gekommen. 
Die Frage ist, was bietet man an? Ich habe angefangen in Zingst an der Ostsee halbtägige Schnupperkurse anzubieten. Es gab viele Interessierte. Gedacht hatte ich es für Urlauber. Es sind vorwiegend Einheimische gekommen. 

Eva Martin: Wir hatten bei der RVD-Arbeitstagung in Loheland Fragen besprochen: Welche niederschwelligen Angebote machen wir? Wie gehen wir auf andere Leute zu? Aber es sind ausser Dir Ute, kaum noch Leute da, die etwas anbieten.

«Wir müssen nicht perfekt sein und jeder hat einen etwas anderen Zugang, etwas weiterzugeben.»
Rosa Schwarzl

Rosa Schwarzl: Wir müsse nicht perfekt sein und jeder hat einen etwas anderen Zugang, etwas weiterzugeben. Zu Beginn muss man über den Schatten springen und es einfach wagen. Kollegen brauchen auch oft Unterstützung in ihren Anfängen. Die Teilnehmer bringen immer auch was mit. Viele werden nicht gleich Mitglied. Wir haben pro Jahr 35 neue Mitglieder. Mir geht es um die Idee und darum, seriöse Botschaften weiterzutragen. Weniger um Verbände. Viele Leute wollen nicht in einem Verband organisiert sein.

Stefan von Arb, links, mit Rosa Schwarzl, René Näf, Eva Martin und Ute Quandt: «Es ist heute eine zentrale Lebensfrage: Wie kann ich einfach da sein und es spielt alles keine Rolle?» Foto: Daniel Linder

Ute Quandt: Unsere Vereinsanlässe sind offen ausgeschrieben, auch für Nichtmitglieder. Da läuft was, es geht auch in die Breite und selbst die jungen Leute aus Bayern kommen in den Norden zu Ausbildungen.

Rosa Schwarzl: Wir sollten unser Wissen sichern. Das Aufnehmen der Vorträge scheint mir etwas ganz Wesentliches. Man muss mit den Referenten soweit gehen, dass es keine Datenschutz- und Urheberrechtsprobleme gibt. Die Resonanz ist unglaublich gross. Die Leute schreien nach Infos, nach Vorträgen und verschiedenen Herangehensweisen. Wenn jeder von uns einen Vortrag zum selben Thema macht, kommt jedesmal etwas anderes raus und das ist gut. Ich sage jedem, gehe nach Deutschland, gehe in die Schweiz. Ich glaube, man braucht viele Zugänge, damit man ein guter Radi wird. Es muss jeder seinen eigenen Weg finden. Er nimmt sich aus dem Angebot raus, was er annehmen kann, was er jetzt versteht. Dann kommt der Aha-Effekt und er arbeitet in seinem Stil. Dann wird er gut. 

Stefan von Arb: In unserer Sektion  Olten haben wir etwa siebzig Mitglieder. Von zehn weiss ich, dass sie mit Radiästhesie Geld verdienen. Ein Drittel bis die Hälfte pendelt für den Hausgebrauch. Der Rest ist eher zufällig unterwegs, sie kommen mal vorbei. Es gibt auch zeitliche Entwicklungen, jemand taucht ab und zwei Jahre später wieder auf. Für mich ist alles recht. Es geht um die Idee. Wenn es jetzt nicht passt, passt es vielleicht in einem Jahr.
Manchmal findet sowas wie eine Tupperware-Party statt. Jemand lädt zu sich nach Hause vier bis fünf Leute ein, die ein Kursgeld bezahlen. Wir harmonisieren dessen Haus und er kocht für alle. Das sind ganz ulkige Treffen. In der Folge kann ein Teilnehmer den Anlass in sein eigenes Zuhause bestellen. Und die bringen wieder drei, vier Freunde. Ich bin dafür einen Tag unterwegs. Es ist für alle irgendwie interessant und stimmig.

Eva Martin: Mich hat bei Hansjörg Müller von Axis Mundi fasziniert, dass er die Radiästhesie und Geomantie in die berufliche Schiene bringen konnte. Das sehe ich bei uns nicht. Ich hatte das hehre Ziel, es stärker in die Architektur einzubringen, aber das Leben kam dazwischen. Die Architektur ist eigentlich prädestiniert dafür. Eike Hensch hat es ganz wunderbar vorgemacht.

Rosa Schwarzl: Ich kenne einige Architekten, die machen das ganz natürlich und öffentlich.

Von links nach rechts: Rosa Schwarzl, René Näf, Eva Martin, Stefan von Arb und Ute Quandt.Foto: Daniel Linder

Eva Martin: Ich habe die Radiästhesie beruflich eingesetzt bei der Auswahl von Grundstücken und die ganze Bauplanung darauf abgestellt. Aber mir geht es auch um die Wissensvermittlung und darum, da weiterzukommen. Hast Du das geschafft Stefan?

Stefan von Arb: Im Moment ist es bei uns ein delikates Thema. Nicht bei den Studenten, sondern bei meinen Kollegen. Wir waren vorletzte Woche auf einer Seminarreise zum Thema Holzhäuser. Wir waren auch in drei Kapellen. Da habe ich mal die Mittelachse gezeigt: «Hier, fühl mal, wie stark bist Du im Sein? Wie stark bist Du nicht im Sein?» Das war ganz spannend. Die jungen Leute sind empfänglich. Es gibt auch die eher schwierigen Themen. Wir waren in der Aufbahrungshalle, der Totenstube in Vrin. Ich habe gefragt: «Wo haben wir noch Seelen, hier spürt mal.» Für einige war es starker Tobak. 

Rosa Schwarzl: Mittlerweile findet es keiner mehr schräg, wenn ich sowas tue. Weil irgendeiner ist immer dabei, der mich kennt und sagt: «Ja, wart mal, es passt schon was sie tut.» Nachher kommen oft Vorher-Skeptiker zu mir und sagen: «Ich muss mit Dir reden.»

«Das gefragteste Thema ist Wie kommt man ins Sein?»
Stefan von Arb

Stefan von Arb: Das gefragteste Thema ist Wie kommt man ins Sein? Ich sage dem im Sein sein. Die Mutung zeigt bei Leuten vielleicht nur dreissig Prozent an. Wie kann man das lernen? Es gibt die Wissensverinnerlichung in der Reihenfolge: ich habe es gehört, ich weiss es, ich kann es, ich lebe es.

Eva Martin: Es ist eine essentielle Frage des Lebens: Wie kommst Du ins Sein? Das diskutieren wir auch grade in privaten Gruppen.

Stefan von Arb: Es ist völlig egal, ob Du es in der Meditation, in einer Vision, zu Hause beim Entspannen oder wie auch immer machst. Es ist heute eine zentrale Lebensfrage: Wie kann ich einfach da sein und es spielt alles keine Rolle? Diese Nebenwege sind spannend. Es wäre auch spannend das in ein offizielles Programm zu bringen. 

«Wenn man sich die Managerseminare anschaut, gibt es da viele Ansätze, die zu uns führen.»
Rosa Schwarzl

Rosa Schwarzl: Wenn man sich bei uns die Managerseminare anschaut, gibt es da viele Ansätze, die zu uns führen. Die Ansätze heissen da nicht Rutengehen, sie heissen anders, aber es gibt viele und grosse Ansätze um in dieses Fühlen zu gehen, in dieses Sein zu gehen, in diese ganzheitliche Körper-, Seele-, Energiewahrnehmung zu kommen. Ich glaube, da spielt uns Corona positiv in die Karten, weil die Leute sehen jetzt, dass Heilsversprechen letztendlich nichts bringen, egal woher sie kommen. Man muss ihnen ein Werkzeug anbieten. Da sind wir wieder bei unserem Beginn. Ich glaube, wir sind vielmehr die Werkzeugbringer, als die Informationsbringer. Und schon gar nicht die Heilsbringer, sondern wir müssen den Leuten zeigen, wie sie es machen können und sie vollverantwortlich selber arbeiten lassen. Mein Sohn kam nach Hause, hatte eine Supervision gehabt und sagte: «Mutter, das war genau Dein Ding.» 

Stefan von Arb: Es ist der Lauf der Zeit. Anfangs der neunziger Jahre musste man den Managern Kultur, Kunst und Kunstgeschichte beibringen, damit sie gesellschaftlich erträglich wurden. Jetzt verstehen sie etwas von Kunst, da kommt der nächste Schritt. Jetzt brauchen sie etwas Spiritualität, etwa in der Richtung, dass sie eine Ausstrahlung haben, mit der sie überhaupt etwas bewirken können. Ich glaube, die haben das schon gecheckt: da herrscht noch was, das erfolgversprechend ist, etwas das zu einem guten Geschäftsleben passt. Das geht völlig in unsere Bresche rein.

Rosa Schwarzl: Ja. Diese Authentizität kriegen sie wieder, wenn sie die Naturverbundenheit selber leben und dadurch vielmehr im Sein sind. Die Resonanz spielt jetzt eine ganz grosse Rolle, auch in Firmen, im Management, mit der Frage wie geben sie sich. Die abgehobenen Manager sind out.

René Näf: Über viele Jahre haben die Manager verschiedene Techniken aus mythisch-esoterischen Kreisen entliehen. Aber die Techniken wurden ihnen eingetrichtert und sie haben es mechanisch angewendet. Das Ganze ist unbeseelt geblieben. Daraus ist das Dilemma entstanden, in dem wir nun stecken. 
Die Techniken wurden übernommen, ohne zu lernen, was es heisst, wahrzunehmen. Wahrzunehmen mit dem alchemistischen Element Erde. Wir müssen das wieder vermehrt spielerisch unterrichten. Die Leute dürfen über Erfahrungen lernen, das Bauchhirn mit dem Kopfhirn zu verbinden. Letztlich können sie die radiästhetischen Krücken beiseitelegen. Die meisten Leute, selbst in radiästhetischen Kreisen, sind keine Wahrnehmungsfreaks. Daran müssen wir feilen. 

Rosa Schwarzl: Nicht alle mit Werkzeugen aufziehen. Zuerst ziehst Du sie mit Rute und Pendel auf, danach lernst Du sie wieder fühlen. Warum diesen Umweg? Warum nicht gleichzeitig zu Rute und Pendel auch die Körperwahrnehmung schulen? Ich gebe Seminare, da ist jedes Werkzeug verboten. Speziell in der Geomantie ist beides sehr zielführend. Wenn es um alte Kultplätze geht, bin ich schon sehr in der Wahrnehmung. Für Rute, Pendel, H3-Antenne und so weiter gibt es natürlich auch ein vielseitiges und zielführendes Abfragesystem.

Stefan von Arb: Wenn wir ein Haus harmonisieren, kommt als Erstes: wir fühlen mit den Bewohnern die Wand- und Bodenabstrahlung. Das dauert zehn Minuten, dann fühlen sie es. Und dann haben wir völlig andere Gespräche. Dann können wir sagen: «Gehen Sie mal vor, wo fühlen Sie etwas?» Die stehen auf und packen es. 

Rosa Schwarzl: Genau. Nach zwei Stunden haben sie gecheckt, um was es geht. Sie müssen es nicht mehr anzweifeln, weil sie es selber spüren. 

Stefan von Arb: Spannend ist, wenn Du mit einem Paar unterwegs bist. Wenn der Mann der Fühligere ist, ist die Dame betupft. Dann braucht es eine Glätten der Wogen, damit sie nicht zumacht. Wenn Du es hinkriegst, dass beide wahrnehmen, kannst Du wunderschöne Abende verbringen. 

Eva Martin: Ja. Kürzlich hat ein Mann gesagt: «Erzählen sie das bloss nicht meiner Frau.» Alle lachen. 

René Näf: Meistens ist es umgekehrt. Alle lachen.

Stefan von Arb: Ja, aber was hast Du denn gemacht? Fröhlichkeit.