Feldveränderung mit Ritual und Opus spicatum
Das Klanghaus Toggenburg liegt eingebettet in der Kammwasserscheide Gamserrugg – Chäserrugg am Schwendisee, 1160 m ü. M. an einem geschützten Flachmoorgebiet. Im Bereich vom Klanghaus befindet sich ein Moränenwall und eine Versickerungszone. Viele Wasseradern fliessen in Richtung der Talsohle.
Wasseradern mit schwacher Intensität stellen für Organismen in der Regel kein Thema dar. In unserem Fall handelt es sich um Wasseradern mit linksdrehender Polarisation und starker Intensität.
Der Ruf nach Feuer
Nach dem Spatenstich zum Baubeginn vom Klanghaus meldete sich der Genius loci: Im Bereich des Bauplatzes fehle das Feuerelement. Ich fragte nach Möglichkeiten für einen Ausgleich und wurde zu einem grossen Kalkstein geführt. Die Untersuchung des Steins ergab, dass er Wasserenergie aus der Tiefe saugt und diese über seine Spitze in Richtung des Bauplatzes sendet. In einer grossen Kerbe auf der Rückseite des Kalksteins war ein wässriger Wind mit der blossen Hand auch für Ungeübte spürbar.

Foto: Daniel Linder
Auf Anfrage ging die Wesenheit des Kalksteins in Resonanz und sicherte ihre Unterstützung für das Bauvorhaben des Klanghauses zu. Mein Vorschlag für eine Umprogrammierung der Wirkkraft von Wasser auf Feuer wurde angenommen. Für die Umprogrammierung lud ich unter anderem den geistigen Vater der Klangwelt, Peter Roth ein. In einer Gruppe von sieben Personen versammelten wir uns um den Kalkstein und stellten uns in ein gemeinsames Holon. Individuell verbanden wir uns mit der Erde und dem Kosmos, holten feurige Energie in den eigenen Körper und gaben diese mit einem tief empfundenen Ton auf den Stein weiter. Unsere körperliche Berührung war erwünscht. Einige klopften ihn an, Peter legte sich liebevoll darauf und umarmte ihn. Wir verabschiedeten uns individuell vom Stein und das Holon wurde aufgelöst.
Der Kalkstein sendete in den folgenden Wochen mit voller Kraft Feuerenergie in Richtung des Bauplatzes. Ich bat darum, das System dynamisch und bedarfsorientiert zu halten. Seither fliesst dieser Strom ausgleichend zum Ganzen in Richtung des Klanghauses.
Wand- und Bodenabstrahlung
Alle energetischen Phänomene im Bereich eines Hauses regen die statisch tragenden Gebäudeteile an und versetzen das Gebäude in Schwingung, vergleichbar mit einem mechanischen Musikinstrument. Die Intensität der Schwingung kann anhand der Wand- und Bodenabstrahlung gemutet werden. Ein ruhiges Gebäude weist eine geringe Abstrahlung auf, die je nach Sensibilität des Empfängers innerhalb von weniger als 20 cm spürbar ist. In einem stark informierten Gebäude kann die Abstrahlung über zwei und mehr Meter betragen.
An den Kellerwänden vom Klanghaus war eine ungewöhnlich grosse Abstrahlung wahrzunehmen. Die Raumenergie war im und am Gebäude durch linksdrehende Schwingungen der Wasseradern geprägt.
Altbewährte Kulturen
Linksdrehende Felder wirken sich auf Organismen abladend, Energie abziehend aus und können eine brillante Klangentfaltung behindern. Linksdrehende Felder sind zugleich ein Bestandteil des Ganzen und unterstützen natürliche Abläufe.
Das Klanghaus ist ein Ort der physischen und der geistigen Aktivität. Hier ist eine rechtsdrehende, aufbauende, inspirierende Energie erwünscht. Wir standen vor der Frage, wie ist dieses intensiv linksdrehende Feld im Sinne der Bestimmung vom Klanghaus zu moderieren? Wir nahmen diese Herausforderung im Austausch mit der vielfältigen Geistigen Welt des Schwendisees an.
Für den Musiker und Komponisten Peter Roth ist die Alpkultur mit ihrer jahrtausendealten Tradition ein lebenslanger Begleiter und Beweggrund für das Klanghaus. Für die Ausrichtung der energetischen Situation wurde ein gleichermassen altbewährtes Modell der Feldveränderung vorgeschlagen, das Opus spicatum (lat. Ährenwerk).
Polarisation muten
Die Polarisation beschreibt die Schwingungsrichtung. Klosterziegel sind polarisiert und schwingen links- oder rechtsdrehend.
Zum Muten der Polarisation kann ein Pendel verwendet werden. Die Vereinbarung der Sprache legt nahe: Rechtskreis bedeutet rechtsdrehend polarisiert, Linkskreis bedeutet linksdrehend polarisiert.
Das Pendel mit Fokus auf das fragliche Feld in Strichschwingung loslassen und dann in entspannter Aufmerksamkeit auf die Kreisschwingung warten.
Wirkung durch Form und Material
Das Opus spicatum wirkt über die Form und das Material. Durch die Form der schräg gestellten Klosterziegel wird die Erdstrahlung gebeugt und innerhalb der Ziegel an den Grenzflächen mehrfach reflektiert und verändert.
Die Materie ist polarisiert. Aspekte wie die Intensität der Schwingung und die Resonanzfähigkeit bestimmen die feldverändernde Wirkkraft von der Materie auf das Mitfeld. Für das Opus spicatum haben wir einen hellen Jurakalk verwendet. Dieser junge Kalk ist intensiv rechtsdrehend polarisiert.
Die Klosterziegel sind Vollstein-Backsteine, mit einer Temperatur von bloss 900° C gebrannt und hoch genug, damit die Steine nicht zerbröckeln. Im Gegensatz zum mit höherer Temperatur gebrannten Klinker sind Klosterziegel poröser, aufnahmefähiger und reflektieren weniger. Die Schwingung geht in den Ziegel rein und wird absorbiert. Eine Dämpfung der einwirkenden Phänomene trägt zur Beruhigung des Gebäudes bei.

Foto: Daniel Linder
Bewegliche Wasseradern
Ausserhalb einer Bauzone und nahe bei einem See und Naturschutzgebiet zu bauen, ist bewilligungstechnisch schwierig. Wenn es sich um ein Opus spicatum handelt, macht das die Sache nicht einfacher. Die Projektpläne mussten von vier Instanzen genehmigt werden. Mit Unterstützung des Projektleiters vom Hochbauamt des Kantons St. Gallen Sacha Vaucher wurde die Bewilligung erteilt.
Mit dem Geomanten und Baufachmann Walter Stauffer wurden die Details zum Bau des Opus spicatum geplant und vor Ort ausgeführt.
Im Bereich Klanghaus sind viele bewegliche Wasseradern. Sie ändern wetterbedingt ihre Position. Angesichts der aussergewöhnlich grossen Anzahl Wasseradern planten wir ein durchgängiges Opus spicatum, welches das Klanghaus von Westen über die Südseite nach Osten umgibt. Bewegliche Wasseradern bleiben so im Bereich der feldverändernden Massnahme.
Aufbau des Opus spicatum
Das Opus spicatum wird in einen metertiefen rundlichen Graben einge- baut: Die Klosterziegel werden auf eine Schicht mit scharf gebrochenem Jurakalkschotter und Kalksand verlegt, mit Trasszement verfestigt und mit einer Schicht alter Dachziegel abgedeckt. Diese Dachziegel dienen beim abschliessenden Einfüllen des Erdreichs dem Schutz des Bauwerks.
Baustellentagebuch
Zusammenarbeit mit dem Gartenbau
Wir befinden uns auf der Baustelle. Die Wasseradern werden neu lokalisiert und im Bereich vom geplanten Opus spicatum mit Holzpfählen markiert. Für die Erdarbeiten stehen Joaquim, Fernando und Andrin mit einem 15-Tonnen-Bagger zur Verfügung. Der Graben wird ausgehoben.
Mutung der Polaritäten
Der Kalkschotter wird in Säcken angeliefert, mit dem Bagger in den Graben eingebracht und gleichmässig verteilt. Der Kalksand wird mit Schubkarren auf den Schotter gefüllt und zu einer ebenen Fläche verarbeitet.
Die Klosterziegel werden dem Graben entlang verteilt, einzeln aufgestellt und auf ihre Polaritäten hin gemutet. Mit einem weichen Bleistift wird ein Pluszeichen aufgemalt. Wir kontrollieren die Mutungen gegenseitig. Während der siebentägigen Bauzeit entwickelt sich zur Mutung der Polarität die Technik mit der Handinnenfläche: Eine Linksdrehung fühlt sich kühler an, eine Rechtsdrehung wärmer.
Polarität muten
Der Begriff der Polarität bezeichnet das Vorhandensein zweier Pole, zweier entgegengesetzter Extrempunkte im Raum wie bei einer Batterie und einem Magneten.
Zum Muten der Polarität ein Pendel verwenden. Die Vereinbarung der Sprache legt nahe: Rechtskreis bedeutet rechtspolar, Linkskreis bedeutet linkspolar.
Das Pendel mit Fokus auf den fraglichen Punkt in Strichschwingung freilassen und dann in entspannter Aufmerksamkeit auf die Kreisschwingung warten.

Foto: Daniel Linder
Heraufziehen oder zurückweisen
Für den Einbau der Klosterziegel sind die Polaritäten wichtig. Mit dem Minuspol nach unten wird etwas heraufgezogen. Mit dem Pluspol nach unten und gegen die Fliessrichtung wird die Strahlung der Wasseradern zurückgewiesen.
Nach dem Einsetzen werden die Klosterziegel zusätzlich mit den anderen Steinen verbunden, so dass sie untereinander kommunizieren. Zuletzt wird beim Mittelstein – nach Art der frühen Baumeister – eine Hauptaktivierung mit einem geistigen Auftrag durchgeführt.
Der Mittelstein
Der erste Mittelstein wird vertikal auf den Zentralstrahl einer Wasserader gesetzt. Ich singe zentrale Stellen aus dem Werk von Peter Roth: «I luege id Bärge, Vo dert chunnt Hilf und Rot, I bi en Gascht uf Erde, cha da nöd immer sii.» Und aus Psalm 23: «Du Gott bisch min Hirt, Mer fählts a nüüt. Of grüene Alpe weidisch du mi und zum frische Wasser füersch du mi.»
Als Mittelsteine verwenden wir Klosterziegel, die eine stark rechtsdrehende Polarisation aufweisen. Diese Qualität erforschen wir akustisch. Mit einem kleinen Hammer angeschlagen, schwingt und singt ein solcher Ziegelstein hoch und rein. Ein bestimmter Anteil der Ziegellieferung hat diese Qualität.
Den Mittelstein stellen wir vertikal mit der Polarität Plus nach unten und gegen die Fliessrichtung der Wasserader. Die Polarität der übrigen Klosterziegel stellen wir ebenso.
Walter Stauffer bringt eine 43-Grad-Winkellehre aus Holz zum Einsatz. Mit dieser Lehre werden die seitlich zum Mittelstein angelegten Ziegelsteine versetzt und das Opus spicatum auf beiden Seiten gleichmässig erweitert. Die Steine werden an den bereits versetzten Steinen entlang, hinabgleitend in ihre Position im Kalkschotter-Kalksandbett gebracht und damit zugleich verbunden und aktiviert. Der Winkel der angelegten Ziegel braucht nicht genau 43 Grad zu sein. Wir arbeiten mit der Natur.

Foto: Daniel Linder
Der Brückenstein
In der Mitte zwischen zwei Mittelsteinen treffen sich die Klosterziegel in einem Nahezu-90-Grad-Winkel. An dieser Stelle wird horizontal ein Brückenstein gelegt. Der Brückenstein entspricht ungefähr einem halben Klosterziegel und ist mit Schotter unterlegt und bedeckt. Von da aus fliesst die Energie in Richtung der Mittelsteine.
Ein Platz mit erhöhter Lebenskraft
Im Zentralraum vom Klanghaus, unterhalb der Lichtkuppel liegt eine Wasseraderkreuzung. Wir stellen Wasser in Fläschchen auf diese Adern. Die Information der Adern geht in die Wasserfläschchen über und dient ausserhalb des Gebäudes als Témoin, um die beiden entsprechenden Wasseradern zu bestimmen. Diese erfahren eine besondere Behandlung. Ihre Wirkung wird auf rechtsdrehend umpolarisiert, aber nicht gedämpft. Durch die Kreuzung entsteht im Klanghaus ein Platz mit erhöhter Lebenskraft.

Foto: Daniel Linder
Die Verbindung
Die versetzten Ziegelsteine verbinden wir mit anklopfen und dem mentalen Programm Verbinden miteinander. Bei den Mittellsteinen wird ein zusätzliches mentales Programm eingeklopft. Mental einklopfen heisst, dass man beim Klopfen in einer guten Resonanz an das Programm denkt: ein Sich-in-diese-Qualität-und-den-Klosterziegel-Hineinversetzen.
Peter Roth besucht uns auf der Baustelle. Walter lässt ihn sich mit dem Heiligen Geist verbinden. Peter weint Freudentränen: «Was ich ein Leben lang gesucht habe, habe ich hier gefunden.» Nach ihm wird das Klanghaus für die Arbeit der Wünschelrutengeher zu einem wichtigen Ort.
Der Resonanzstein
Es macht sich ein Klosterziegel bemerkbar, der temporär ohne Polarität ist. Alle Elemente plus die Quintessenzia sind in ihm vorhanden. Er wechselt die Polaritäten. Die Wesenheit dieses Steins gibt klare Antworten. Sie möchte im Klanghaus selbst und als Resonanzstein zu den in der Erde vergrabenen Klosterziegeln des Opus spicatum und dem Ganzen funktionieren.
Die Platzierung im Klanghaus übernehmen von der Klangwelt Mirjam Hadorn und Edi Hartmann.
Die Wirkung wird spürbar
Die Raumenergie im Klanghaus hat inzwischen auf rechtsdrehend gewechselt. Die Wasseraderkreuzung im Zentralraum wirkt mit stark erhöhter Lebenskraft auf die Räume. Die gewünschte Durchlässigkeit des Gebäudes zur Natur ist wahrnehmbar.
Zum Abschluss der Zusammenarbeit mit den Gartenbauern Joaquim, Fernando und Andrin geniessen wir auf dem Bauplatz ein Apérobuffet. Dem Landschaftsgenius wird ein Trankopfer dargebracht. Wir wünschen uns die Verbindung der Landschaft mit dem Gebäude.
Der Geomatiker Thomas Singer vermisst und kartiert das Opus spicatum mit all seinen Mittelsteinen.
Der Eindruck nach einem Jahr
Beim Klanghaus Toggenburg durfte eine sich weiterführende Kooperation mit allen Beteiligten und mit aussergewöhnlichen Naturkräften stattfinden. Der Hausgenius hat seinen Platz im Klanghaus eingenommen und ist mit dem Landschaftsteil verbunden. Die linksdrehenden Wasseradern sind auf rechtsdrehend umpolarisiert und in ihrer Wirkkraft gedämpft.
Das Klanghaus ist harmonisch in die Natur eingebettet und verstärkt das, was am Ort vorhanden ist. Die Natur ist mit ihrer Vielfalt eingebunden und die Lebenskraft hat zugenommen. Das Haus weist eine gewisse Neutralität auf. Was wichtig schien, wurde bearbeitet und alles Andere im bestehenden Zustand belassen.
In den Worten einer sensitiven Kursleiterin der Klangwelt: «Es stört nichts mehr in den Proberäumen.»
Geomantie nach Walter Stauffer: Sich verbinden und Neues schaffen. Ergo: Alles fliesst.
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Veranstaltung Sonntag 28. Juni 2026 Öffentliche Vorstellung des Opus spicatum
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Klangwelt Toggenburg
Die Klangwelt setzt sich zusammen aus Klangkursen, dem Klangweg, der Klangschmiede und neu seit 2025 dem Klanghaus und dem Resonanzzentrum Peter Roth, CH-9658 Wildhaus SG
klangwelt.ch
Siehe auch Peter Roth und seine Klangphilosophie
Walter Stauffer
Schule für Geomantie
CH-3654 Gunten BE
geomantie-schweiz@bluewin.ch
geomantie-schweiz.ch
Geomant, Baufachmann,
Vorstand Europäischer Verband für ganzheitliche Raumkultur EAS
Daniel Linder
CH-3613 Steffisburg BE
vrgb@vrgs.ch
vrgs.ch/vrgb
Wünschelrutengeher,
Verein Radiästhesie und
Geobiologie Bern VRGB, Österr. Verband ÖVRG,
Radiästhesieverein Deutschland RVD, EAS, Redaktor RR
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