Lichtsäule am Tor zu Bern
1961: Beim Bau der A1 wurden die Bottisteine an den Rand der Autobahn verlegt. Der zuletzt projektierte Ausbau zwischen Bern-Wankdorf und Schönbühl von 6 auf 8 Spuren hätte die prähistorische Steinstätte Bottisgrab tangiert. Im November 2024 wurde der Ausbau der Autobahn durch die Volksabstimmung jedoch abgelehnt. Für die kulturell und energetisch wichtige Stätte wird dennoch weiterhin ein neuer würdiger Standort gesucht. Die Gemeinde Bolligen wird dabei von der Fachgruppe Botti des Vereins Radiästhesie und Geobiologie Bern VRGB unterstützt.
Die Sage
Der Riese Botti, der letzte seines Geschlechtes, wohnte mit seiner Schwester im Grauholzwald. Seine Länge betrug mehr als 12 Fuss und seine Kraft war so gross, dass er Bäume entwurzeln und Steine zerdrücken konnte. Mit dieser ausserordentlichen Kraft verband er eine grosse Liebe zu den Bewohnern der Umgebung. Er ging oft zu den Bauern auf das Feld und bot ihnen freundlich die Hand. Doch es wagte niemand, ihm die Hand zum Gruss zu reichen. Statt der Hand reichten ihm die Bauern die Pflugsterze und die Merkmale seines gewaltigen Händedruckes blieben darin sichtbar eingedrückt.
Als Botti seinen nahen Tod fühlte, grub er sich sein Grab, legte sich hinein und starb. Die Schwester fiel in tiefe Trauer, bedeckte seinen Leichnam, trug in ihrer Schürze zwei grosse Steine herbei und richtete sie auf. Es gibt verschiedene Versionen der Sage. Einmal zündete die Schwester die Hütte an und legte sich zu ihrem Bruder ins Grab, in einer anderen Version soll sie, nachdem sie ihren Bruder begraben hatte, die Gegend für immer verlassen haben. Niemand sah sie jemals wieder.

Foto: Bernisches Historisches Museum
Ursprünglicher Standort
Der ehemalige Standort vom Bottisgrab bis 1961 liegt im Bereich der A1-Überholspur Richtung Zürich¹. Der Standort bestand aus den zwei aufrechtstehenden Steinen im Abstand von zirka 8 m.
Der grössere Stein, ein Gneis, misst H 3.35 m, L 1.62 m, B 0.65 m, der kleinere, ein Dogger misst H 2.80 m, L 0.92 m, B 0.52 m. Beide Steine standen mit rund zwei Drittel ihrer Höhe im Boden versenkt.
Heutiger Standort
Der heutige Standort liegt ausserhalb des Zaunes der Autobahn und innerhalb der Parzelle der A1². Die Ausrichtung der beiden Steine ist nicht analog der ursprünglichen, sondern ungefähr längs der Autobahn.
Beide Steine wurden wieder tief in den Boden versetzt. Der kleinere wurde oben durch eine Grasfräse verletzt.
Nördlich des heutigen Standortes der Steine befindet sich ein Grabhügel aus der Hallstattzeit.
Unfallhäufungen auf Strassen
Scheinbar ungefährliche gerade Strassenabschnitte geben durch wiederholte schwerste Unfälle an denselben Stellen Rätsel auf. In den Protokollen steht: «Der Fahrer ist ungebremst mit… kollidiert.» Sowohl sensible Fahrer mit zu tiefem wie mit zu hohem Blutdruck sind nach dem Aarauer Gefässchirurgen Peter Schmid beim Eintritt in ein Kraftfeld gefährdet: «Bei einer weiteren Blutdruckerhöhung versuchen die Regelorgane des menschlichen Körpers das übermässige Ansteigen des Blutdruckes im Körper zu verhindern und schütten adernerweiternde und blutdrucksenkende Stoffe in den Blutkreislauf aus. Wenn nun ein Autofahrer mit niedrigem Blutdruck und mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist und plötzlich aus dem Kraftfeld herauskommt, wird der Blutdruckanstieg schlagartig abgebrochen. Die adernerweiternden Substanzen wirken aber noch einige Sekunden im Blutkreislauf weiter. Durch diese Substanzen wird der Blutdruck unter den Normalwert abgesenkt. Erst einige Sekunden später sind diese blutdrucksenkenden Stoffe im Kreislauf nicht mehr wirksam. Exakt in dieser kritischen Phase könnte dieser biochemische Vorgang Auslöser von Blackouts und Sekundenschlaf sein. Die Folge können schwerwiegende Unfälle sein, oftmals verstärkt durch andere Faktoren wie Müdigkeit, generell zu niedrigem Blutdruck, Alkohol oder Medikamentenwirkung.»³
Arbeitsweise der Untersuchungen 2024
Die Mitarbeitenden der Fachgruppe Botti waren frei in welcher Art, in welchem Umfang und an welchen Orten sie ihre Forschung durchführen wollten. Auch die Hilfsmittel und der geografische Rahmen waren frei. International bekannte Geomanten, mit denen wir zusammenarbeiten, haben sich bereit erklärt, an diesem Thema mitzuwirken. Während einem Jahr wurde untersucht, Ergebnisse schriftlich und mit Planskizzen aufgezeichnet und zusammengefasst.

Definition Holon: Marko Pogačnik
Foto: swisstopo
Grafik: Urs Schenkel
Forschungsergebnisse – Die Landschaft
Die Bottisteine befanden sich ursprünglich auf der Grenze eines Holons, das die Engehalbinsel von Bern und ihre nahe Umgebung umfasst. Die Steine waren dadurch mit dieser sakralen Landschaft, dem Berner Becken verbunden. Das Berner Seeland und das Emmental treffen sich hier. Die beiden Riesen Botti als mythische Repräsentanten der verbindenden Kräfte und die beiden Hügel Schwarzkopf und Hügel 629 helfen dabei.

Foto: swisstopo
Grafik: Urs Schenkel
Lichtsäule am ursprünglichen Ort der Steine
Am ursprünglichen Standort der beiden Bottisteine im Bereich der Fahrbahn Bern – Zürich ist eine aufsteigende Lichtsäule mit rechtsdrehender Energie vorhanden. Sie wird durch Wasseradern angeregt und ist immer noch sehr kraftvoll. Dieser Ausstrahlungspunkt hat eine Verbindung zur Sternenwelt. Eine Störzone ist in der Erde als Magnetfeldanomalie feststellbar.
Der Ort bildet einen Energieplatz als Zwischenstation eines Seelen- und Ahnenweges, ein aktives Portal und ein Dimensionsübergang auch für andere Wesen. Er war Opfer- und Tauschplatz für Steine mit einer Ortsbotschaft. Der Bereich Bottisgrab ist ein Kultstättenbezirk, mit einer Ansammlung von Orten mit erhöhter Energie.
Die Riesen
Der Ort ist kein Grab des Riesen Botti, wie die Sagen berichten, sondern eher eine Gedenkstätte der Menschen als Erinnerung an die Riesen. Diese sind visualisierte Energie und Hüter des Ortes. An derart starken Orten wurden später Gräber errichtet.
Wahrnehmbar sind zwei Riesen, Botti und seine Schwester. Es sind hohe Wesenheiten. Sie bewegen sich über und unter der Erde. Die Riesen sind nicht mit den Bottisteinen, sondern mit dem Ort Bottisgrab verbunden.
Funktion der Steinsetzung
Von regionaler Bedeutung ist die sakrale Landschaft um die Engehalbinsel mit dem Holonring. Die Bottisteine befanden sich ursprünglich auf diesem Ring und bildeten ein Portal mit energetischer Verankerung des Holons.
Unter den zahlreichen Menhirplätzen in Europa sind die beiden bewusst tiefgesetzten Steine, soweit bekannt, ein einzigartiges Phänomen. Die Fundierung der beiden Steine deutet auf eine energetische Verankerung hin. Sie wirkten wie Klanggabeln und machten Erdenergien verfügbar.
Der Ort verbindet das Emmental mit dem Seeland.
Datierung und Ausrichtung
Eine erste rituelle Nutzung des Ortes fand etwa 5400 v. Chr. statt. In späterer Zeit kam es hier zur Grablegung einer grossen Frau und Anführerin, später von einem jungen Paar. In der folgenden Zeit wurden im Bereich Bottisgrab weitere Gräber angelegt und der nahegelegene Grabhügel gebaut.
Zur astronomischen Ausrichtung der Kultstätte gab es keine bedeutenden Erkenntnisse.

Foto: Daniel Linder
Sagenwelt
Wir suchten Kontakt zu den geistigen Naturwesen, die als Riesen bezeichnet werden. Diese sind uns wohlgesonnen und freundlich. Die Wahrnehmung ist herzerwärmend. Sie halten die energetische Verbindung zwischen Schwarzkopf und Allmitwald aufrecht und suchen den Kontakt zu uns Menschen, um mit uns zusammenzuwirken. Sie möchten wieder mehr und mehr in unser Bewusstsein kommen.
Vom Riesen Botti ist überliefert, dass er seine Kraft nicht an den Menschen ausgelassen hat, sondern ihnen im Gegenteil half, wo er konnte. Es ist der Bedeutung des Ortes angemessen, den Naturwesenheiten Aufmerksamkeit zu schenken. So wie es etwa in Island bis heute der Fall ist. Die uns wohlwollende Haltung des Botti-Riesen gilt es zu erhalten.

Foto: Urs Schenkel
Verlegung der Bottisteine
Wenn es nun um die Versetzung der beiden Steine und des benachbarten Findlings geht, sind die Verbindungen zu den sie umgebenden Kultstätten genau zu untersuchen. Zudem ist abzuklären, wie die Steine richtig zu platzieren und auszurichten sind.
Für die Neusetzung ist ein freier Raum von etwa 30 mal 30 m zu schaffen, um die Steine mit der Umgebung zu vernetzen.
Infotafeln können für eine gute Information der Öffentlichkeit sorgen.
Lediglich der Standort Nr. 4 erfüllt die notwendigen Anforderungen. Er verfügt über eine gute Energie und ruhige Ausstrahlung. Der Ort bietet Geborgenheit und Abschirmung. Gleichzeitig ist er für die Öffentlichkeit gut zugänglich. Standort Nr. 4 liegt auf dem Holonring und wird wie der ursprüngliche Standort von Wasseradern genährt.
Bemerkungen
1 Koordinaten what3words.com/besucher.darin.paradiesisch Ausrichtung, Azimut 130° (nach Grabungsskizze 1926)
2 Koordinaten what3words.com/zauberei.geöffnet.bedingen Azimut 200°
3 Quelle: Gerhard Pirchl Geheimnis Adernsteine, S. 96 Blutdruckmessungen. Folio Verlag
Autoren
Pierre Berchier
CH–3065 Bolligen BE
pierre.berchier@gmx.ch
Physiker, Geomant
Karl Büchel
CH-3048 Worblaufen BE
karl.buechel@gmx.net
Forstingenieur, Geomant
Pierrette Hurni
CH-3084 Wabern BE
pihurni@bluewin.ch
Geomantin
Urs Schenkel
CH-3322 Mattstetten BE
urs.schenkel@bluewin.ch
Architekt, Geomant
Alle sind Mitglieder im
Verein Radiästhesie und
Geobiologie Bern VRGB und der Geomantiegruppe Bern.
Geschätzte Botti-Bewegte
Als Mitglieder der Arbeitsgruppe Bottisgrab haben wir Mitte Juni ein Schreiben der Bauverwaltung der Einwohnergemeinde Bolligen erhalten. Dieses hielt fest:
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung von Ende April 2025 beschlossen, die Arbeitsgruppe aufzulösen und das Bottisgrab unverändert am aktuellen Ort zu belassen.
Der Gemeinderat begründete darin seinen Entscheid wie folgt: Die kommunale Arbeitsgruppe Bottisgrab habe ihren Auftrag erfüllt, eine Standortempfehlung auszuarbeiten und zuhanden des Gemeinderates zur weiteren Bearbeitung zu verabschieden. Zudem sei die Notwendigkeit einer Verlegung des Bottisgrabes sowie die Finanzierung durch den Bund nicht mehr gegeben, da der Ausbau der Autobahn wegen des Neins des Schweizer Stimmvolks vom 24. November 2024 wegfalle.
Gestern Mittwoch informierte dann der Bolliger Gemeinderat die Öffentlichkeit mit folgender Mitteilung:
«Bottisgrab» bleibt am bisherigen Standort
Im Zusammenhang mit einem möglichen Ausbau der Autobahn wurde die Verlegung des «Bottisgrabs» bereits seit längerer Zeit angestrebt. Nach der Ablehnung des Autobahnausbaus durch das Schweizer Stimmvolk hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die entsprechende Vereinbarung mit der Gemeinde Bolligen gekündigt. Der Bund hätte die Kosten für die Verlegung übernommen, wenn die Autobahn tatsächlich ausgebaut worden wäre. Das «Bottisgrab» verbleibt somit unverändert am bisherigen Standort neben der A1. Der Gemeinderat wird in der Folge auch die Vereinbarung mit der Burgergemeinde Bern über einen möglichen neuen Standort kündigen. Der Gemeinderat dankt den Mitgliedern der Arbeitsgruppe – die zwischenzeitlich aufgelöst wurde – für das Engagement und die wertvolle Mitwirkung.
Unser Fazit. Der Entscheid des Gemeinderates, das Verlegungsprojekt einzustellen und die prähistorische Stätte am aktuellen Ort zu belassen, ist für uns enttäuschend, aber nachvollziehbar. Nach dem Rückzug des Bundesamtes für Strassen hätte nämlich die Gemeinde die Verlegungskosten übernehmen müssen, was dem Gemeinderat aber leider nicht Wert genug war. Kommt hinzu, dass innerhalb der Arbeitsgruppe keine Einigkeit über den zu favorisierenden neuen Standort bestand. So hatte sich lediglich eine «Soft-Empfehlung» für den entlegenen Standort «Dracheschnure» im Burgwald ergeben. Zum gemeinderätlichen Nullentscheid hat denn wohl auch das Festhalten von Arbeitsgruppenmitgliedern an diesem Standort beigetragen, welche sich auch möglichen Kompromissvorschlägen verschlossen. Denn die kantonale Abteilung Wald und Jagd hatte schon frühzeitig und wiederholt darauf hingewiesen, dass eine Bewilligung für diesen Standort nicht in Aussicht gestellt werden könne. Zudem haben auch die Abklärungen der geomantisch-radiästhetischen Fachgruppe ergeben, dass dieser entfernte Standort keine Anbindung zur ursprünglichen Megalithanlage habe, im Gegensatz zu Standorten im Allmitwald westlich der Autobahn in nächster Nähe zum ursprünglichen Platz. Das Bottisgrab unverändert am bisherigen Ort zu belassen, war aber für kein Mitglied der Arbeitsgruppe eine Option.
Trotzdem bleibt nun das Bottisgrab als wichtige prähistorische Steinstätte weiterhin an den von allen Kreisen verwünschten lärmigen und abgasbelasteten Unort hart an der Autobahn gebunden: für uns das unbefriedigende, ja klägliche Ergebnis eines aufwendigen, neun Jahre (!) dauernden Verlegungsprojekts. Wie die zwei beiliegenden Fotos vom 28. Juni zeigen, ist das Gelände mit den beiden Menhiren inzwischen von hohem Gras überwuchert und kaum mehr zugänglich. Der kleine Stein ist lediglich wegen der beiden Signalisierpfosten noch erkennbar …
Unser Dank. Abschliessend möchten wir den zahlreichen Personen und auch einzelnen Organisationen herzlich danken, die uns mit ihren Einschätzungen und Expertisen im Hinblick auf eine sachgerechte Verlegung der beiden Menhire unterstützt haben. Ihr hilfreiches Mitwirken haben wir ausserordentlich geschätzt. Sollte die Gemeinde eines Tages gleichwohl eine Verlegung ins Auge fassen, dann stehen jetzt immerhin schon wichtige Vorarbeiten und Abklärungen zur Verfügung.
Freundliche Grüsse und gute Wünsche
Georg Ledergerber und Bernhard Schweizer, Mitglieder der ehem. Arbeitsgruppe Bottisgrab
Detaillierte Geschichte des Verlegungsprojekts: http://www.nubis-verein.ch/projekte/verlegung-bottisgrab
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