Serie: Wie arbeitet Daniel Perret?

Daniel Perret unterrichtet energetische Aspekte der Harfe und Fernheilung auf der Insel Wight: In 45 Jahren Arbeit einen inneren Stand erreicht, wo nicht vom Ego her für Aufmerksamkeit und Geld gearbeitet wird. Foto: Michael Dunkhason

Daniel Perret: Ich habe 20 Jahre bei einem Heiler studiert und unterrichte auf dem Gebiet. Wir beschäftigen uns damit, wie höhere Energiefelder heilen, harmonisieren, inspirieren und uns ganz machen helfen. Mein Anliegen ist das spirituelle Wachstum von lebensfreundlichen Wesen. Das unterliegt der Zusammenarbeit mit der göttlichen Dimension, der Intelligenz des Universums. Ich arbeite mit Klang- und Harfentherapeuten zusammen. Das schliesst die Chakren und das persönliche Energie- und Transformationssystem ein. Ich praktiziere jeden Tag Klangheilen und Fernheilen mit der Harfe und reagiere meistens auf Anfragen von Geistwesen. Ich frage: «Wie geht es dir? Kann ich was für dich tun?» Wenn sie sagen, dass ich was machen kann, frage ich: «Soll ich ein Gebet sprechen?» Seit vier Jahren sagen sie: «Nein, das genügt uns nicht.» Seither kommt immer: «Du kannst was mit der Harfe spielen, was dir eigen ist.» Ich forsche auf dem Gebiet und unterrichte Harfenisten. 

Landschaft mit: Landschaftsengeln (2), Dorfengel von Saint-Léon-sur-Vézère (4), Regionalengel (1) und einem sehr grossen
Wasserelementarwesen (3), das direkt am Fluss Vézère steht und sich um dessen Wohl bemüht.
Foto & Grafik: Daniel Perret

Ich arbeite meistens mit Kultus- und Heilorten, in der Regel Kirchen. Über Tausend habe ich untersucht, vor allem auf Google Maps. Ich suche diese Orte auf, weil sie für mich Heil- und Lernorte sind, um die persönliche Spiritualität zu stärken. Das scheint mir in unserer Zeit ganz wichtig. Ich frage meine Geistwesen: «Was wollt ihr mir am Ort zeigen?» Sie zeigen mir vorerst das Energieniveau über die Distanz zwischen der linken Hand und der Hartmannantenne. Wenn es tief ist, weiss ich, da sind Widersacher am Werk: Der Ort braucht Heilung, Ausgleich und mehr Lichtenergie. Wenn die Energie mittel oder gut ist, gibt es kein Problem und ich lasse es. Wenn sie sehr hoch ist, interessiert mich der Grund dafür. Das ist immer wegen einem sehr grossen Elementarwesen. Ich bin geführt und habe keine anderen Mittel und Ansatzpunkte. Wenn Leute mir sagen: «Schau doch mal diese Kirche an, da fühle ich mich schlecht», finde ich immer einen Widersacher. Andere sagen: «An diesem Ort ist die Energie fantastisch», da finde ich immer ein sehr grosses Elementarwesen. Bei Kirchen meistens ein Feuerelementarwesen und damit eine inspirierende Energie. 

Daniel Perret mit der Hartmann-Antenne: Die Antenne in der rechten Hand wird ausgehend von der linken Hand nach oben geführt – Wenn die Antenne ausschlägt, zeigt sich damit die Höhe der erfragten Energie.
Foto: Marie Perret

Viele von euch gehen handwerklich vor und fragen nach Verwerfung, Wasserader und Gitternetzen. Das mache ich nicht. Ich frage einfach: «Wollt Ihr mir an diesem Ort etwas Besonderes zeigen?» Sie zeigen mir offenbar das, was meiner Arbeitsweise entspricht und bei dem ich was beitragen kann. Das will nicht sagen, dass nicht Anderes am Ort ist, das Aufmerksamkeit bräuchte. Meine Arbeitsweise ist sehr einfach. 

Widersacherwesen

Wenn es um Widersacher geht und das mit den Menschen, die den Ort verwenden, zu tun hat, frage ich: «Müssen sie mit einbezogen werden?» Es kann sein, dass ich alleine nichts machen kann. Meistens sind es zwei verschiedene Arten von Widersachern. Es sind was ich gefallene Engel nenne, das können Engel aller Kategorien bis zu sehr hohen Engeln sein. Das ist meistens mit der Ortsgeschichte verbunden. Da frage ich: «Kann ich was machen?» Wenn ich was machen kann, bete und bitte ich darum, dass der gefallene Engel entfernt wird. Das bedeutet, dass der Kirchenengel wieder Einzug in die Kirche halten kann. Der wartet sonst vor der Türe links auf dem magischen Quadrat Nummer eins. An all diesen Orten gibt es zwölf magische Quadrate¹. 

Das andere Phänomen sind Fluchwesen, eher astrale Wesen. Geistwesen haben mir gezeigt, wie sie beseitigt werden können – wenn man den Wächter eines Fluchwesens findet, ist es verblüffend einfach. Er ist weit weg an einem Ort, den man selber nicht finden kann und schaut, dass dieses astrale Wesen seinen Job macht und nicht weggeht. Ein Wächter entspricht eher mentaler Energie. Wenn man mir zeigt, wo er ist, setze ich meinen Finger drauf und er ist weg. Das ist, wie wenn unser Bewusstsein den Job alleine macht. Ich frage das Geistwesen: «Ist der Ort nun ausgeglichen?» 

Wenn es nicht Kirchen sind, können andere Arten von Widersacherwesen auftauchen. Seelen Verstorbener, Dämone, Dracoswesen. Es braucht verschiedene Arbeitsweisen, um damit umzugehen. 

Fernheilung mit der Harfe

Wenn ich die Fernheilung mit der Harfe sende, kommen Energielinien auf die Harfe oder den Kristall zu. Das sind Kommunikationslinien, mit denen sich das Wesen zeigt. Ich frage: «Wer bist du?» Nach dem Spiel verschwindet die Linie sofort. Wenn ich frage: «Hat das dir geholfen?» und das Wesen Ja sagt, dann ist die Aufgabe für mich gelöst. Ich forsche, wie das funktioniert, was das sein kann, damit ich andere Harfenisten ermutigen kann, das zu brauchen. Ich habe wenig Ahnung, wie ich mit der Harfe so was bewirken kann. Das ist kein Hokuspokus, sondern hat wissenschaftliche Aspekte. 

Ich forsche weiter, was für Wesen an einem Ort sein können. Ich gebe ihnen Namen und suche, wie sie organisiert sind, um zu verstehen, wie sie funktionieren und was sie für Eigenschaften haben. Meine Arbeitsweise gehört zum Bereich der spirituellen Radiästhesie. Mein Hinweis ist immer klar und eindeutig: Hier ist das Wesen, die Energie dieser Art. Das ist meistens innerhalb von fünf Minuten pro Ort gelöst. 

RR: Bereitest Du Dich auf einen Kontakt mit Geistern vor? 

Daniel Perret: Das sind 45 Jahre Arbeitserfahrung. Ich versuche einen inneren Stand zu haben, bei dem ich nicht von meinem Ego her arbeite, nicht Aufmerksamkeit und Geld will. Ich lasse geistige Energie sich manifestieren und bin als Werkzeug da. Bei der Fernheilung mit der Harfe nenne ich die Liste von Wesen und Menschen, für die ich spielen möchte, sage das Vaterunser und spiele Harfe. 

Kommunikationslinien

Ulrich Gläser: Kannst Du die Energielinie, die sich ausbildet während Du spielst, genauer visualisieren? 

Daniel Perret: Auf dem Boden vom Meditationsraum liegt ein kleiner Quarzkristall. Der ist immer dort. Eines Tages beobachtete ich, dass Energielinien auf ihn zulaufen und drei Tage bleiben. Ich ging der Linie in den Wald nach. Dort wo die Linie aufhörte, stand ein Wesen. Diese Linien haben immer mit einem Wesen zu tun. Sie sind wie eine Bittstellung. Sobald ich meinen Beitrag, den sie suchten, erfüllt habe, ist die Linie verschwunden. Das ist eine Frage von vier, fünf Minuten. Diese Kommunikationslinien kommen auf den Kristall zu, in letzter Zeit merke ich, sie kommen auch auf mich und die Harfe zu. 

Werner Bornholdt: Ich habe das, was Du gesagt hast, dankend aufgenommen. Ich kenne das aus anderen Perspektiven und habe eine enorme Achtung davor. Du brauchst nicht viele Worte. Das, was Du tust, ist eine jahrelang geübte Intuition. Eigentlich tust Du dies mit Deiner Seele. Es ist eine Fähigkeit, die ich enorm achte und wichtig finde. 

Seine Beobachtungswerkzeuge schärfen

Daniel Perret: Ich forsche seit Jahren daran, wer mir die Informationen zuspielt, mit wem ich im Kontakt bin. Wenn ich das unterrichte und darüber schreibe, habe ich eine Verantwortung. In unserem Zeitalter ist es wichtig, klar zu sein und ständig zu untersuchen, wer am Telefon ist. Bei den Zeiterscheinungen Fake News und soziale Medien weiss man das nie genau. Man muss seine Beobachtungswerkzeuge schärfen, um nicht an der Nase herumgeführt zu werden. Das ist eine fortlaufende Anstrengung. 

Das Werkzeug sein

Hendrikje Arzt: Ganz herzlichen Dank. Es ist schwierig, über diese Dinge zu sprechen und Worte zu finden, die das, was Du tust, nicht massakrieren. Hahnemann hat gesagt: «Wenn ihr zu tief fragt und erklärt, geht es kaputt und funktioniert nicht mehr.» Das hat damit zu tun, dass es einen gewissen heiligen Stand und Rahmen vertritt, der nicht einfach zum Plaudern gedacht ist. Ich kann nur erahnen, Daniel, auch wenn Du das schön beschrieben hast, was Du machst und was passiert. Diese Wirkungen sind für uns in gewisser Weise nicht wirklich fassbar. Das Heilen ist immer ein Geheimnis. Auch wenn ich noch so viel Methodik gelernt habe, wie ich ein gutes Heilmittel bekomme und verstehe, was jemand wirklich braucht, ist es immer noch ein Rätsel, wie ich da manchmal draufkomme. Wenn ich meinen Schülern erläutern muss, wie ich darauf gekommen bin, muss ich oft eine Methodik heranziehen, die gar nicht die entscheidende war. Die letzte Instanz ist immer etwas, was ich nicht greifen und auch nicht weitergeben kann. Letztlich geht es um die Haltung, nicht um die Methodik.

«Letztlich geht es um die Haltung, nicht um die Methodik.»
Hendrikje Arzt

Rosa Schwarzl: Vielen Dank, Daniel. Ich bin ganz fasziniert. Danke Hendrikje. Mir ist auch wichtig, dass es darum geht, was dahinter ist. Dieses Dahinter ist in Deinem Fall in 45 Jahren angeeignet. Dieser Hinterbau, das Verborgene, was man selber gar nicht mehr weiss und wie man es in den Jahren  zuvor genau entwickelt hat, ist das Grossartige. Ich glaube, Heilung funktioniert nur mit einer gewissen Einstellung, die man haben muss und diese Einstellung sollte man weitergeben. Mir geht es nicht so sehr um das Wie läuft das genau ab? und Woher kommt das genau? Wie sind die Verbindungen? Das ist auch interessant, aber ich glaube, wenn man es wirklich macht, ist es hintergründig. Es geht um dieses Werkzeug-Sein, sich sein und sich die Abläufe vorgeben lassen, auch wenn man nicht genau weiss, von wem das Gebet und die Harfenklänge kommen. Warum es funktioniert, wissen wir nicht. 

Kirche Seeberg BE: Vorchristlicher Standort mit sehr grossem Feuerelementarwesen und hoher Energie.
Foto: Daniel Perret

Heilige Messen und die Geomantie

Daniel Perret: Wenn wir all diese Orte in unserer Nachbarschaft für den Zugang zum Geistigen, zum Ausgleich erhalten und unsere Zeit sinnvoll leben wollen, müssen wir laufend schauen, wie das Gleichgewicht beibehalten werden kann. Im Nachbardorf ist eine der schönsten romanischen Kirchen der Dordogne. Eine 78-jährige Frau kümmert sich um die Kirche. Sie ist sehr wahrnehmungsfähig und sagte zu mir: «Am Wochenende war eine Hochzeit und die Energie ist so tief, da stimmt was nicht.» Ich merkte, dass da ein Fluchwesen ist. Das habe ich glücklicherweise wegnehmen lassen können. Sie meinte zudem, dass sie heutzutage viele Menschen beobachte, die mit negativen Energien und Projektionen in die Kirche kommen, weil sie Puff mit der Kirchenorganisation, der Religion und ihrer Spiritualität haben. Die Kirche ist ein Heilort und ein Ort der Konfrontation. Da können wir was bewirken, indem wir den Ort mit dem pflegen, was wir wissen. Ich gehe davon aus, dass wenn der Mensch die Fähigkeit hat, das Ungleichgewicht wahrzunehmen, er die Verantwortung hat, etwas beizutragen. 

Rosa Schwarzl: Ich glaube, in früherer Zeit wurde die pflegende Funktion dieser Örtlichkeiten von einem Pfarrer oder einem anderen Leiter mit einem Ritual von der Gemeinschaft in heiligen Messen übernommen. Da wo früher das Ritual war, fungierst Du jetzt für diese Kirchen. Ich stelle fest, das fehlt heutzutage. Deshalb dürfen, müssen, sollen das gewisse Personen machen, die diese Vertretung übernehmen. Das war früher vielleicht der Pfarrer, jetzt sind es halt Du – wir. 

Hendrikje Arzt: Ich habe das Gefühl, diese Riten werden zwar durchgeführt und haben eine Wirkung, aber sie werden von denen, die sie durchführen nicht mehr getragen. Das ist ein grosser Mangel, der dazu führt, dass es auf vielfache Weise äusserlich, aber nicht mehr innerlich vollzogen wird. Bei den Menschen ist eine grosse Sehnsucht da. Sie können sich mit diesen alten Formen nicht mehr verbinden, weil sie es nicht neu füllen können, es ist überlebt. Ich habe den Eindruck, dass wenn wir die Menschen zur Geomantie führen, wir das tun. Wir verbinden die Menschen wieder mit inneren Wirkungen und beteiligen sie an Ritualen. Das ist eine neue Form: Frei und bewusst Rituale zu vollziehen und darin wirksam zu sein.

Rosa Schwarzl: Da gebe ich Dir vollkommen recht. Für Leute die Geomantie machen, ist es wichtig, dass man horcht, was kommen will und nicht, welches Lehrbuch ich jetzt abarbeiten werde. 

Daniel Perret: Wir haben eine physische Ebene, da kann ich zum Beispiel Klänge machen, eine mentale Ebene, bei der wir Absicht mit dem verbinden können, was wir machen. Wir haben eine emotionale Ebene, auf der wir in Mitgefühl und Liebe operieren können und wir haben geistige Ebenen, die mit unserer Laufbahn über die Zeit in uns aktiviert werden. All das zusammen macht, dass wir einmalig sind in dem, was wir an gewissen Orten beitragen können. Das können Engelwesen und andere Wesen nicht. Sie haben viel Anderes, das sie besser machen können als wir. Aber wir haben diese Integration von verschiedenen Ebenen bis hinunter in die physische Ebene. Diese Integration verschiedener Dimensionen können wir im besten Fall beitragen. 

RR: Danke für das Gespräch.

Anmerkung

1 Daniel Perret Die 12 magischen Quadrate als göttliche Siegel – Wahrnehmung und Interpretation subtiler Energie, BoD 2020

Weiter geht es mit dieser Serie Haltung, Technik & Methode
in der nächsten Ausgabe.

Daniel Perret
F-24290 Sergeac
vallonperret@orange.fr
vallonperret.wixsite.com/vallonperret
Musiker, Geomant, Lehrer für Geistheilung und Fernheilung mit der Harfe, Autor

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